Mit Beginn der aktuellen Projektphase Transformative Horizons 3.0 an der LUH wurde ein umfassendes Mentoringprogramm entwickelt, das Lehramtsstudierende vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt begleitet und unterstützt. Aufbauend auf den Erfahrungen der Vorgängerprojekte wurde das Mentoring in dieser Projektphase konzeptionell weiterentwickelt und ausgebaut. Ziel ist es, Lehramtsstudierende sowohl fachlich als auch persönlich auf die Herausforderungen eines internationalen Aufenthalts vorzubereiten und ihnen während dieser Zeit kontinuierliche Unterstützung zu bieten.
Das Programm besteht aus mehreren Bausteinen:
1. Interkulturelles Vorbereitungsseminar
Den Auftakt bildet ein interkultureller Workshop vor der Abreise in die jeweiligen Partnerländer. Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmerinnen auf mögliche interkulturelle Herausforderungen vorzubereiten, ihre Resilienz zu stärken und Strategien im Umgang mit sogenannten „Critical Incidents“ zu vermitteln. Dabei setzen sich die Studierenden mit unterschiedlichen kulturellen Perspektiven auseinander und reflektieren eigene Erwartungen sowie mögliche Herausforderungen im Ausland.
Auf Grundlage gängiger Ansätze der interkulturellen Kommunikation werden sie zudem für kulturelle Unterschiede sensibilisiert und entwickeln Strategien für einen reflektierten Umgang mit neuen Situationen. So können sie ihrem Aufenthalt mit mehr Sicherheit und Selbstvertrauen begegnen und erleben.
2. Monatliche Online-Treffen während des Auslandsaufenthalts
Während ihres Auslandsaufenthalts nehmen die Stipendiatinnen an monatlichen Online-Treffen teil. Die etwa 90-minütigen Sitzungen finden beispielsweise über Webex statt und bieten einen geschützten Raum für Austausch und Reflexion. Die Teilnehmerinnen berichten über ihre Erfahrungen im Gastland, sprechen über Herausforderungen und erhalten Empowerment/Unterstützung durch die Mentorin sowie durch die Gruppe. Die Treffen werden von einer Mentorin mit Expertise in Interkultureller Kommunikation und systemischer Beratung geleitet. Ziel der Treffen ist es, den Austausch zu fördern, gemeinsam Lösungen für auftretende Schwierigkeiten zu entwickeln und voneinander zu lernen. Gleichzeitig werden die Studierenden dazu angeregt, ihren persönlichen Entwicklungsprozess zu reflektieren.
3. Abschlussveranstaltung nach der Rückkehr
Nach der Rückkehr aus dem Ausland findet eine gemeinsame Abschlussveranstaltung statt. In diesem Rahmen reflektieren die Stipendiatinnen ihre Auslandserfahrungen sowie ihre persönliche und professionelle Entwicklung. Ein zentrales Ziel des Abschlussseminars ist der Transfer der gewonnenen Erfahrungen und Kompetenzen in die zukünftige Rolle als Lehrkraft.
Der Austausch dient sowohl der persönlichen Nachbereitung als auch der Weiterentwicklung des Programms, da die Rückmeldungen der Teilnehmenden wertvolle Impulse für zukünftige Durchgänge liefern.
Das Mentoringprogramm stellt damit einen wichtigen Bestandteil der Unterstützung für Lehramtsstudierende im Ausland dar. Es verbindet Vorbereitung, kontinuierliche Begleitung und abschließende Reflexion und trägt dazu bei, den Auslandsaufenthalt zu einer nachhaltigen und bereichernden Erfahrung zu machen.
Perspektivisch ist geplant, das Mentoringprogramm für alle Lehramtsstudierenden zu öffnen, die einen Auslandsaufenthalt planen, um möglichst vielen Studierenden eine strukturierte Begleitung während dieser wichtigen Phase ihres Studiums zu ermöglichen.