Fellowship Programm

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Für den Zeitraum 2026–27 ist die Bewerbung für das „Future Education Fellowship“ Programm der Leibniz Universität Hannover (LUH) ab sofort möglich. Im Rahmen des LIFT-Programms der LUH sollen die „Future Education Fellowships“ Innovation und wissenschaftliche Exzellenz fördern, indem internationale Bildungsforscher*innen für Forschungsaufenthalte nach Hannover eingeladen werden. Mit der Ausschreibungsrunde 2026–27 startet das Programm, welches voraussichtlich bis 2029 fortgeführt und in dieser Zeit weitere Ausschreibungsphasen umfassen wird.


Programmübersicht

Das Bildungssystem und die Lehrkräftebildung sehen sich heute zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Zunehmend heterogene Lerngruppen in Klassenzimmern, der rasante technologische Wandel sowie gesellschaftliche und bildungspolitische Transformationsprozesse verändern die Anforderungen an Schule, Unterricht und die Professionalisierung von Lehrkräften grundlegend. Viele dieser Herausforderungen sind keineswegs auf Niedersachsen oder Deutschland beschränkt, sondern sind gleichermaßen global von Bedeutung.

Internationale Forschungskooperationen bieten Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, Lösungsansätze zu identifizieren sowie innovative Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu entwickeln. Ansätze aus unterschiedlichen Bildungssystemen lassen sich häufig auf andere Kontexte übertragen. Gleichzeitig eröffnet die Vielfalt internationaler Perspektiven neue Denkweisen und fördert die Entwicklung kreativer und zukunftsweisender Lösungen.

An der Leibniz Universität Hannover (LUH) genießen Bildungsforschung und Lehrkräftebildung einen hohen Stellenwert. Mit der LSE als wissenschaftliche Einrichtung der Lehrkräftebildung wurde eine funktionale Einheit geschaffen, die die Belange in Forschung, Lehre und Transfer für die Lehrämter für Gymnasien, berufsbildende Schulen und Sonderpädagogik bündelt. Aktivitäten in der Bildungsforschung sind an mehreren Instituten und Zentren angesiedelt, darunter das Institut für Erziehungswissenschaft, das Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung sowie das Institut für Sonderpädagogik; hinzu kommen zahlreiche Forschungsaktivitäten in den Fachdidaktiken und weiteren Fachbereichen der Universität. 

Ziel der LUH ist es, sich zu einem international anerkannten Standort für Bildungsforschung zu entwickeln – entsprechend engagiert sie sich auch im Aufbau des neuen Zentrums für Empirische Bildungsforschung(ZEB), gemeinsam mit der Leuphana Universität Lüneburg. Das ZEB fördert die empirische Bildungsforschung in Niedersachsen und unterstützt den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Bildungspraxis und -politik.

Mit dem „Future Education Fellowship“-Programm soll der internationale wissenschaftliche Austausch und die Zusammenarbeit gefördert werden. Bewerben können sich sowohl Nachwuchswissenschaftler*innen als auch erfahrene Bildungsforschende, um im Rahmen eines 1- bis 18-monatigen Aufenthalts in Hannover ihre Forschung fortzusetzen und gemeinsam mit Kolleg*innen der LUH an Forschungsprojekten, Publikationen und Transferaktivitäten mitzuarbeiten. Bewerben können sich Wissenschaftler*innen aus Bildungs-, Schul- und Unterrichtsforschung welche in den Bildungswissenschaften, Pädagogik und Fachdidaktiken sowie anderen Disziplinen, sofern diese für die Lehrkräftebildung oder aktuelle bildungspolitische Fragestellungen bedeutsam sind. Weitere Informationen zu den Profilschwerpunkten in der Lehrkräftebildung der LSE finden Sie hier.

 

Wir begrüßen Vorschläge zu vielfältigen Themenbereichen, unter anderem

  • wissenschaftsbasierte Lehrkräftebildung und Professionalisierung (empirische und theoretische Ansätze aus Bildungswissenschaften und Fachdidaktik; Reflexion professionellen Lehrkräftehandelns;
  • MINT-Bildung (Innovative Lehr-Lernkonzepte; Förderung weiterführender und zukunftsweisender Studien mit interdisziplinären Ansätzen; Nachwuchsgewinnung für das Lehramt im MINT-Bereich)
  • Technologische Herausforderungen und Potenziale für Schule und Lehrkräftebildung (digitale Transformation; Einsatz von KI und digitalen Tools in der Lehre und Evaluationen; Risiken und Herausforderungen im Umgang mit technologischen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf sozial-emotionale Aspekte, Aufmerksamkeit und kritisches Denken; Förderung von Kreativität)
  • Sozial- und bildungspolitische Herausforderungen (z. B. Umgang mit Populismus/Extremismus; Demokratiebildung; Förderung von Chancengleichheit in heterogenen Lerngruppen und Bildungsgerechtigkeit)
  • Projekte im Bereich des bildungsbezogenen Transfers, von Bildungsökosystemen und Science Outreach.

Teilnahmebedingungen

Bewerber*innen

Bewerben können sich folgende Forschende:

Nachwuchswissenschaftler*innen/ Etablierte Forschende:

Etablierte Forschende (R3):
Etablierte Forschende sind in ihrem Fachgebiet anerkannt und verfügen über eine wissenschaftliche Qualifikationsphase nach der Promotion mit klar nachgewiesener Eigenständigkeit in der Forschungsagenda. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Promotion.

Führende Forschende:

Führende Forschende (R4):
Führende Forschende sind international sichtbar und als wissenschaftliche Persönlichkeiten in ihrem Fach anerkannt, oftmals mit einer Festanstellung an der Heimatinstitution. Überdurchschnittliches Engagement etwa in der Leitung wissenschaftlicher Verbünde, der Wissenschaftskommunikation oder der politischen Beratung wird besonders gewürdigt.

Internationalität

Bewerberinnen sollten über umfangreiche internationale Erfahrungen verfügen. Zur Bewerbung berechtigt sind internationale Forschende, die mindestens 12 der letzten 18 Monate außerhalb Deutschlands verbracht haben, sowie deutsche Staatsangehörige, die seit mindestens fünf Jahren außerhalb Deutschlands leben und arbeiten.

LSE/LUH-Tandems/Partnerschaften

Die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen der LUH ist ein wesentlicher Teil des Fellowship-Programms und kann auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden, etwa: die Mitarbeit an laufenden Forschungsprojekten, gemeinsame Publikationen oder zur Anbahnung neuer Forschungsstudien in zukunftsweisenden Themenfeldern. Bei bestehenden Kooperationen ist die Art der Zusammenarbeit auszuweisen. Bewerber*innen ohne vorhandene Kontakte benennen bitte 1–2 Wissenschaftler*innen der LUH, mit denen eine Kooperation angestrebt wird und begründen diese Auswahl kurz.

 

LEISTUNGEN DES STIPENDIUMS 

Finanzielle Unterstützung

Stipendien

Das Programm bietet eine monatliche Förderung in Höhe von 3.000 € für etablierte bzw. 3.500 € für erfahrene Forschende. Die Dauer der Förderung kann zwischen 1 und 18 Monaten gewählt werden; eine Aufteilung des Aufenthaltes auf mehrere Zeiträume ist bei Bedarf und nach Absprache möglich.

Zusätzliche Leistungen

  • Monatliche Mobilitätspauschale für lokale Fahrtkosten
  • Familienzulage für begleitende Partner*innen oder Kinder
  • Einmalige Erstattung der An- und Abreisekosten gemäß Niedersächsischer Reisekostenverordnung (NRKVO und W-NRKVO)

     


Forschungsumfeld - Hannover und die Leibniz-Universität

Die 1831 gegründete Leibniz Universität Hannover zählt zu den renommierten technischen Universitäten Deutschlands und steht für interdisziplinäre Forschung und Innovation. Mit über 26.000 Studierenden bietet die Universität ein breites Fächerspektrum in Natur-, Ingenieur-, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Die angebundene Universitätsbibliothek – das Leibniz-Informationszentrum verfügt über eine umfassende Forschungsinfrastruktur und bereichert das wissenschaftliche Leben am Standort. Hannovers vielfältiges Kulturangebot (UNESCO City of Music), eine kompakte städtische Struktur, gute Nah- und Fernverkehrsanbindungen und ausgebaute Radwege sowie der Zugang zu zahlreichen Grünflächen sorgen für eine hohe Lebensqualität. Durch die zentrale Lage lassen sich Städte wie Berlin und Hamburg bequem per Zug in ca. zwei Stunden erreichen.

Die Leibniz School of Education (LSE)

Die Leibniz School of Education steht allen voran für eine wissenschaftsbasierte Lehrkräftebildung. Als den Fakultäten gleichgestellte, wissenschaftliche Einrichtung der Lehrkräftebildung agiert sie strategisch in den universitären Kernaufgaben Forschung- und Nachwuchsförderung, Lehre, Transfer und Internationalisierung. Hierbei agiert nach eigens gesetzten Leitlinien - Professionalisierung leben und fördern, Vernetzung leben und fördern, Innovation leben und fördern!

Im Bereich der Bildungsforschung sind die Institute für Erziehungswissenschaft, Berufspädagogik und Erwachsenenbildung sowie Sonderpädagogik federführend. Weitere thematische Schwerpunkte liegen in den Fachdidaktiken zahlreicher Disziplinen. Das gemeinsam mit der Leuphana Universität Lüneburg gegründete Zentrum für Empirische Bildungsforschung (ZEB) vernetzt Forschende, Lehrkräfte und bildungspolitische Entscheidungsträger*innen mit dem Ziel, innovationsorientierte Transferformate für Wissenschaft und Praxis zu entwickeln.

Stipendiat*innen des „Future Education“-Programms arbeiten in diesem dynamischen Umfeld und profitieren vom Zugang zu zahlreichen Instituten und forschungsstarken Netzwerken. Es wird erwartet, dass sie eigene Workshops oder Vorträge konzipieren und durchführen, um ihre Arbeit zu präsentieren und Studierende sowie die akademische Öffentlichkeit einzubeziehen. Die Teilnahme an weiteren Veranstaltungen der LSE und der LUH wird ausdrücklich unterstützt und erwartet.

 

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