Studienaufenthalt in Guanajuato (Mexico)
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Studienaufenthalt in Guanajuato (Mexico)
Warum hast du dich für dein Gastland entschieden?
Ich habe ein DAAD-Stipendium, welches durch die Leibniz School of Education ausgeschrieben wurde, erhalten, um ein Semester an der Universidad de Guanajuato zu verbringen. Außerdem studiere ich Spanisch und Chemie auf Lehramt. Wegen meines Studiengangs ist eine Auslandssemester im spanischsprachigen Ausland vorgesehen. Da durch verschiedenste Veranstaltungen im Fach Spanisch das Land Mexiko im Fokus stand, wurde schnell mein Interesse am Land und ihrer Kultur geweckt.
Wie hast du deine Ankunft in Guanajuato gefunden und erlebt?
Wir wurden sehr freundlich von der Universität empfangen. Sie holten uns sogar in der Nacht vom Flughafen in Leon ab. Am ersten Tag schauten wir uns direkt das Zentrum an. Es ist eine schöne und bunte Altstadt. Ein paar Tage später fand eine Willkommensveranstaltung mit allen internationalen Studierenden und den Outgoings statt, wo wir uns kennenlernten und erste Kontakte knüpfen konnten. Außerdem bestiegen wir zusammen La Bufa, einen Berg, der von der Stadt zu Fuß erreichbar ist.
Welche Hilfestellungen gab es beim Eingewöhnen und was hättest du dir noch gewünscht?
Am Anfang gab es Veranstaltungen und TutorInnen, die uns bei der Eingewöhnung an der Uni und bei der Kurswahl unterstützten. Da ich Kurse in Chemie und Spanisch belegen wollte, wurde es etwas komplizierter. Allerdings wurde mir sehr geholfen und konnte am Ende die Kurse belegen, die ich wollte. Etwas länger hat es gedauert, bis wir die Zugänge zu ihrem Äquivalent von Stud.Ip hatten und unsere Studierendenausweise erhielten. Dies erschwerte den Anfang ein wenig.
Welche Empfehlung würdest du einer/m Kommiliton*in geben?
Du musst kein fließend Spanisch können, wenn du vor allem wegen des Sprachenlernens dorthin gehen möchtest. Die Uni bietet einen guten Sprachkurs an, der bis zu 5 Stunden pro Tag geht. Es ist allerdings hilfreich schon ein paar Grundkenntnisse zu haben, um sich zum Beispiel am Flughafen zurecht zu finden oder Einkaufen zu gehen. Mit Englisch kommst du nur bedingt weit. Sei sehr aufgeschlossen. Vieles läuft hier etwas anders. Vor allem die Abläufe an der Uni, aber auch generell. Es kann am Anfang etwas verwirren, aber mit der Zeit findet man sich ein. Die meisten Leute dort helfen dir auch gerne weiter.
Die Uni bietet eine Vielfalt an Sportarten an. Wenn Sport etwas für dich ist, dann schau definitiv in ihr Angebot. Frag dafür am besten andere Studierende, da es keine zentrale Internetseite dafür gibt. Auch gibt es ein Selbstlernbereich für Sprachen im sogenannten CAADI. Du kannst dort selbstständig lernen oder von Studierenden angebotene Kurse besuchen. Wenn du selbst einen Kurs dort gibst, kannst du das ganze Angebot umsonst nutzen. Dort finden auch ab und zu kulturelle Events und Workshops statt.
Es lohnt sich generell die einzelnen Social-Media-Kanäle der Uni regelmäßig zu besuchen. Dort werden Veranstaltungen und Events angekündigt, wie das Kulturkino. Die Stadt selbst hat sehr viele Veranstaltungen zu bieten. Der Día de los Muertos und das Cervantino-Festival finden in der zweiten Jahreshälfte statt und sind ein Muss!
Beschreibe deinen typischen Tagesablauf in Guanajuato
Mein typischer Tagesablauf variierte je nach Wochentag. Von Montag bis Mittwoch stehe ich am früh auf, da ich mit dem Bus vom Zentrum nach Noria Alta zum Campus für Naturwissenschaften fahre. Es ist etwa eine 15-minütige Busfahrt. Dann noch einen Hang auf dem Campus hochlaufen zu meinem Gebäude. Da die Stadt in den Bergen liegt, wird man häufig irgendwo rauf und runter gehen müssen. Von 8 Uhr bis 19 Uhr habe ich, mit Unterbrechungen, Unterricht gehabt, mit langen Pausen natürlich. Diese verbrachte ich mit meinen Kommilitonen. Manchmal lagen wir nur auf dem Sportplatz und redeten. Der Campus ist sehr grün, sodass dort sehr gut die Zeit vertrieben werden konnte. Meist ging es an diesen Tagen direkt nach Hause. Unser Haus lag in einer sogenannten Callejon. Dies sind sehr schmale Straßen, meist ohne Autoverkehr, die Bergauf gehen. Die Uni rät eigentlich davon ab in einer zu wohnen, doch kann man dies nicht immer vermeiden. Sie gelten generell als unsicherer. Doch es gibt auch recht sichere. Zudem war die Aussicht von unserem Haus aus unschlagbar. Wir konnten über das ganze historische Zentrum schauen.
Donnerstags und freitags hatte ich Kurse auf dem Sprachencampus. Dieser befand sich nur 10 min zu Fuß von unserem Haus entfernt, sehr nah am Hauptgebäude. Dort besuchte ich Spanischkurse und gab einen Kurs im CAADI. An manchen Tagen machte ich ein Praktikum bei einer sozialen Einrichtung. Dies hat meinen Aufenthalt sehr bereichert. Ich rate dazu irgendetwas außerhalb der Uni zu machen. Dies gibt die Möglichkeit das Leben der Menschen außerhalb des Unikontexts zu erleben.Do’s und Don’ts in Guanajuato
Do’s: Das Zentrum Guanajuatos entdeckt man am besten laufend! Da es eine Kolonialstadt ist, sind die Straßen schmal. Vielerorts kommst du mit dem Auto gar nicht hin. Ich bin innerhalb des historischen Zentrums immer gelaufen. Es war schneller und bequemer. Es gibt zwar Busse, aber durch den Verkehr überholst du sie zu Fuß leicht. Und probiere jedes Gericht!
Die Provinz spielt historisch eine große Rolle für Mexiko. Möchtest du die Geschichte des Landes kennenlernen, so besuch die Museen und ein paar der Nachbarstädte Guanajuatos. Magst du mehr Natur als Geschichte, so kannst du viel wandern und klettern. Am hübschesten während der Regenzeit oder kurz danach. Sonst ist alles sehr trocken.
Nutze deinen mexikanischen Studierendenausweis. Im ganzen Land gibt es verschiedenste Rabatte oder sogar Eintritt für umsonst. Vor allem in den Ferien auch für die Busse.Don’ts: Auch wenn Mexiko tatsächlich nicht so unsicher ist, wie es die Medien einen vermitteln wollen, ist es gut, stets aufmerksam zu sein und nachts nie allein Unterwegs zu sein. Das Zentrum von Guanajuato ist durch den Tourismus sicherer als anderer Orte in der Provinz und allgemein in Mexiko, aber in den Callejones kann es unsicher werden. Also solltest du auf Reisen gehen, nochmals mehr aufpassen. Aber lass dich davon nicht abschrecken. Gesunder Menschenverstand reicht eigentlich aus.
Denk nicht, die grünen Salsas seien nicht so scharf wie die roten! Frag lieber immer nach, solltest du den Stand noch nicht kennen, außer natürlich, du hast mit Feuerspeien kein Problem.
Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Aufgeschlossenheit, Anpassungsfähigkeit und Geduld mit dir und allem drum herum. Etwas Neugier kann auch nicht schaden. Aber sehr wichtig ist, die Bereitschaft viel Neues zu Lernen.
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Studienaufenthalt in Guanajuato (Mexico)
Warum hast du dich für dein Gastland entschieden?
Mexiko hat mich schon immer fasziniert. Besonders die Geschichte des Landes, die beeindruckenden Ruinen sowie die vielfältige Natur haben mein Interesse geweckt. Außerdem wollte ich die mexikanische Küche vor Ort kennenlernen. Ein weiterer wichtiger Grund war der Wunsch, mein Spanisch im Alltag zu verbessern und die Sprache außerhalb des Unterrichts aktiv zu nutzen. Insgesamt erschien mir Mexiko als ein Land, das kulturell, sprachlich und persönlich sehr viel Lernpotenzial bietet.
Wie hast du deine Ankunft in Guanajuato gefunden und erlebt?
Meine Ankunft in Guanajuato habe ich als insgesamt sehr positiv erlebt. Im Vergleich zu Hannover ist die Stadt deutlich kleiner, wodurch man sich relativ schnell orientieren und zurechtfinden kann. Guanajuato ist sehr malerisch, mit bunten Häusern, engen Gassen und einer besonderen Atmosphäre. Gleichzeitig ist die Stadt sehr hügelig, was anfangs etwas ungewohnt sein kann. Das Bussystem wirkte zunächst etwas unübersichtlich, ließ sich aber mit der Zeit gut verstehen. Schnell wurde mir auch bewusst, dass Spanischkenntnisse im
Alltag sehr wichtig sind, da die meisten Menschen kaum Englisch sprechen. Rückblickend wäre es hilfreich gewesen, das Spanische vor der Ankunft noch einmal gezielt aufzufrischen.
Welche Empfehlung würdest du einer/einem Kommilitonin/Kommilitonen mit auf den Weg geben?
Eine meiner wichtigsten Empfehlungen ist, das Spanische vor der Abreise noch einmal zu wiederholen und zu festigen. Außerdem lohnt es sich sehr, aktiv lokale Kontakte zu knüpfen und Freundschaften mit Einheimischen aufzubauen. Die Menschen in Guanajuato und generell in Mexiko sind sehr offen und neugierig, sodass es in der Regel leicht fällt, ins Gespräch zu kommen. Zudem sollte man sich je nach Studienfach im Vorfeld informieren, an welchem Campus die eigenen Kurse stattfinden, da dies bei der Wohnungssuche eine große Rolle spielt. Bei der Suche nach einer Unterkunft ist es hilfreich, auf ausgehängte Schilder in
der Stadt zu achten oder sich direkt an Martha, die Koordinatorin für Austauschstudierende an der Universität, zu wenden.
Beschreibe deinen typischen Tagesablauf in Guanajuato
Mein Alltag in Guanajuato war sehr abwechslungsreich gestaltet. Ich besuchte einen täglichen Spanischkurs im Bereich „Idiomas“, den ich besonders Studierenden empfehlen würde, deren Spanischkenntnisse noch unsicher sind. Die regulären Kurse meines Englischstudiums fanden ausschließlich freitags und samstags statt, da dieses Studienfach an der Universidad de Guanajuato nur an diesen Tagen angeboten wird. An den übrigen Tagen blieb viel Zeit, die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. Ich habe mich kulinarisch durchprobiert, viel Zeit mit Freundinnen und Freunden aus Guanajuato verbracht, war in der Umgebung wandern und habe Tagesausflüge in nahegelegene Orte wie Pénjamo, San Miguel de Allende, León und Dolores unternommen. Diese Orte haben jeweils ihren eigenen Charme und sind sehr empfehlenswert. Besonders interessant fand ich auch das Museo de las Momias. Zudem lohnt sich eine Fahrt mit dem Funicular, da man von dort aus einen beeindruckenden Blick über die gesamte Stadt hat.
Do’s und Don’ts in Guanajuato
Im Alltag habe ich schnell gelernt, dass Höflichkeit in Mexiko eine große Rolle spielt. Begriffe wie „perdón“, „con permiso“, „disculpa“ sowie Begrüßungen wie „buenas tardes“ sollten selbstverständlich verwendet werden. In Bezug auf Pünktlichkeit war ich positiv überrascht: Treffen finden meist ungefähr zur vereinbarten Zeit statt, auch wenn nicht immer alle exakt pünktlich sind. Verspätungen werden in der Regel kommuniziert, weshalb Flexibilität ausreichend ist.
In Bezug auf Sicherheit sollte man vor allem abends vorsichtig sein und sich außerhalb des Zentrums eher nicht allein aufhalten. Das Zentrum von Guanajuato gilt als relativ sicher, dennoch sollte man Wertsachen wie Handy oder Geld nicht offen zeigen und persönliche Gegenstände in der Öffentlichkeit nicht unbeaufsichtigt lassen.
Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Für ein Auslandssemester in Mexiko sind vor allem Offenheit und die Fähigkeit, auf andere Menschen zuzugehen, sehr wichtig. Ebenso notwendig sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, da es gelegentlich zu Ausfällen in der Infrastruktur kommen kann, etwa wenn Busse verspätet sind oder das Internet nicht zuverlässig funktioniert. Darüber hinaus sollte man Neugier für andere Kulturen, Respekt und Toleranz mitbringen. Wer bereit ist, sich auf neue Situationen einzulassen und Unterschiede als Lernerfahrung zu sehen, wird von einem Auslandsaufenthalt in Mexiko sehr profitieren.
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Studienaufenthalt in Guanajuato (Mexico)
Warum hast du dich für dein Gastland entschieden?
Ich habe ein DAAD-Stipendium, finanziert vom deutschen Bildungsministerium, erhalten, um ein Semester an der Universidad de Guanajuato zu verbringen. Mexiko hat mich schon immer für seine Kultur, Musik und die mexikanischen Menschen, die ich in Europa kennengelernt habe, interessiert. Obwohl ich Englisch und Geschichte studiere, habe ich mich entschieden, Spanisch zu lernen und mich für die Kurse am Leibniz Language Center eingeschrieben. Seit zwei Jahren wollte ich Mexiko besuchen, und ich kannte bereits Guanajuato, das für seine Architektur, reiche Geschichte, bunten Häuser und das Studentenleben bekannt ist. Ich habe mich für dieses Stipendium in Guanajuato beworben, weil sie studentenfreundlich ist, viele kulturelle Möglichkeiten bietet, aber nicht so chaotisch ist wie Städte wie z.B Mexiko-Stadt. Ich hätte keine bessere Entscheidung machen können!
Wie hast du deine Ankunft in Guanajuato gefunden und erlebt?
Meine Ankunft in Guanajuato war viel besser als erwartet. Trotz der 30-stündigen Reise war ich nicht alleine: Ich bin mit einem anderen Studenten meiner Universität geflogen, der ebenfalls das Stipendium erhalten hatte. Zudem haben wir über Facebook-Gruppen Kontakt mit einem weiteren Austauschstudenten aufgenommen, der mit uns das Austauschprogramm machte und unser Mitbewohner wurde.
Der Tag nach unserer Ankunft haben wir die erste Erkundungstour durch die Stadt gemacht und waren begeistert: überall Musik, enge Gassen und symbolische Graffitis. Die Universität ist beeindruckend und der Ausblick von unserer Wohnung war atemberaubend.
Was die Wohnung betrifft, habe ich sie dank einer Studentin gefunden, die im Jahr zuvor dasselbe Austauschprogramm gemacht hatte. Ihre Hilfe war extrem wertvoll, da sie mir genau die Wohnung empfahl, in der ich das Semester verbracht habe. Falls du irgendwelche Fragen oder Kontakte benötigst, zögere nicht, mich zu kontaktieren!
Welche Hilfestellungen gab es beim Eingewöhnen und was hättest du dir noch gewünscht?
Das Einleben fiel mir nicht besonders schwer. Direkt nach unserer Ankunft organisierte die Universidad de Guanajuato ein Begrüßungstreffen für internationale Studierende, bei dem uns das Uni-System erklärt wurde und wir an Aktivitäten zum Kennenlernen teilnehmen konnten.
Auch die mexikanischen Studierenden an der Uni waren sehr offen und hilfsbereit. Sie standen uns während des gesamten Semesters zur Seite und wurden gute Freunde.
Da wir etwa eineinhalb Wochen vor Vorlesungsbeginn angekommen sind, konnten wir an mehreren Gruppenausflügen teilnehmen. Wir sind nach Tequila gefahren, haben La Bufa bestiegen (einer der höchsten Berge in Guanajuato) und haben benachbarte Städte besucht.
Wir haben auch typische mexikanische Gerichte probiert und viele neue Leute kennengelernt, was den Start in das Auslandssemester noch angenehmer gemacht hat.
Welche Empfehlung würdest du einer/m Kommiliton*in geben?
Wenn du nach Guanajuato kommst, darfst du auf keinen Fall eine Tamborada verpassen! Das ist ein typisches mexikanisches Fest, bei dem die Bandas die ganze Nacht spielen und Cumbia getanzt wird, oft mit einem Sombrero und den typischen mexikanischen Stiefeln. Diese Partys finden mehrmals im Jahr statt und werden direkt von den Studierenden organisiert, sodass du automatisch davon erfährst, wenn du mit deinen Kommilitonen sprichst.
Ein weiteres Muss ist das mexikanische Streetfood. Wenn du gut und günstig essen willst, brauchst du kein Restaurant – geh einfach auf die Straße! Überall findest du Essensstände mit köstlichen Gerichten.
Zum Schluss empfehle ich dir, an allen Uni-Aktivitäten teilzunehmen. Alle Veranstaltungen werden in den WhatsApp-Gruppen angekündigt, in denen auch die Koordinatoren des internationalen Büros sind. Es ist fast unmöglich, sie zu verpassen! Da wirst du so viele Leute kennenlernen und so viele unvergessliche Erfahrungen machen!
Beschreibe deinen typischen Tagesablauf in Guanajuato
Mein Alltag in Guanajuato war sehr anders als in Hannover. Da ich im Stadtzentrum wohnte, brauchte ich nur fünf Minuten zu Fuß zur Uni, sodass ich den Vormittag im Centro de Idiomas (das englische Seminar) verbrachte.
Nach dem Unterricht kehrte ich nach Hause zurück und kochte mit meinen Mitbewohnern, da wir oft zur gleichen Zeit Pause hatten. Nachmittags ging ich oft in die Stadtbibliothek – ein perfekter Ort zum Lernen, an dem ich häufig Freunde traf und viele schöne Stunden verbracht habe!
Nach dem Studium holten wir uns häufig Streetfood in der Stadt, das es praktisch überall in Guanajuato gibt, und gingen danach oft noch in eine typische Bar, um etwas zu trinken.
Do’s und Don’ts in Guanajuato
✅ Reise so oft wie möglich. Am Wochenende kannst du günstige Busse nehmen, um nahegelegene Städte oder sogar den Strand zu besuchen.
✅ Erlebe den Día de los Muertos. Wenn du von August bis Dezember in Mexiko studierst, darfst du dieses Fest nicht verpassen: Die Städte sind mit bunten Blumen, Altären und leuchtend orangefarbenen Cempasúchil-Blumen geschmückt, was eine unglaublich magische Atmosphäre schafft.
✅ Probiere jedes Gericht! Die mexikanische Küche ist unglaublich vielfältig – es gibt weit mehr als Tacos und Burritos.
❌ Lass dich nicht von Vorurteilen abschrecken. Guanajuato ist eine sichere Studenten- und Touristenstadt, aber natürlich solltest du nachts in Gruppen unterwegs sein und dein Handy nicht offen herumtragen.
❌ Komm nicht ohne Spanischkenntnisse. Die meisten Menschen sprechen nur Spanisch, also hilft es, wenn du wenigstens die Grundlagen beherrschst.
❌ Packe nicht zu viel Gepäck ein. Nach dem Semester möchtest du vielleicht reisen – ein praktischer Backpack ist besser als schwere Koffer.
❌ Glaub den Streetfood-Verkäufern nicht, wenn sie sagen, dass die Salsa ‘nicht so scharf’ ist. Du wirst dir die Zunge verbrennen, garantiert!
Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Grundkenntnisse in Spanisch: Auch wenn viele Leute Englisch sprechen, verwenden die meisten nur Spanisch. Außerdem sind Mexikaner sehr neugierig auf Ausländer und werden dich oft zu Aktivitäten oder Interviews einladen, für die Spanischkenntnisse erforderlich sind.
Anpassungsfähigkeit: Mexiko funktioniert nicht wie Deutschland – sei bereit, dich auf neue Situationen einzulassen. Vergiss die starren Zeitpläne und Regeln: Hier ist alles spontaner, und du wirst lernen, die Dinge entspannter zu sehen!
Offenheit: Ein neues Land zu erleben ist eine unglaubliche Erfahrung, aber sie erfordert die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Du wirst überrascht sein, wie viel du über dich selbst lernst, wenn du in eine völlig andere Kultur eintauchst.
Wer mit der richtigen Einstellung und Lernbereitschaft kommt, wird eine unvergessliche Erfahrung machen!
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Studienaufenthalt in Guanajuato (Mexiko)
Guanajuato! In dieser für mich zuvor noch unbekannten Stadt in Zentralmexiko habe ich mein Auslandssemester von August bis Dezember 2023 absolvieren dürfen. Dass ich diese Möglichkeit überhaupt in Erwägung ziehen und letztendlich wahrnehmen durfte, verdanke ich dem Stipendium des DAAD, welches durch die Leibniz School of Education ausgeschrieben wurde. Bewerbt euch, es lohnt sich so sehr! Aber solltest du auch bereits generell in Erwägung ziehen, dein Auslandssemester in einer Stadt in Mexiko zu verbringen, dich halten aber womöglich noch persönliche Zweifel oder die von Familie und/oder Freund*innen zurück, dann lass mich dir aus ganzem Herzen sagen: Tu es! Du wirst es nicht bereuen.
Wie war die Ankunft in Guanajuato?
Die Ankunft in Guanajuato war aufregend und musikalisch. Die Universidad de Guanajuato veranstaltet für die Incomings und Outgoings des jeweiligen Semesters einen Willkommenstag, an dem ihr euch ausgiebig untereinander austauschen könnt. Zu dem Zeitpunkt der Momentaufnahme gab es traditionelles mexikanisches Essen und im Hintergrund spielte eine Mariachi-Band. Die ersten unvergesslichen Momente erlebten wir also schon schneller als erhofft!
Was war dein persönliches Highlight?
Vor allem die Zeit im Oktober bis Anfang November erlebte ich sehr intensiv. Auf das dreiwöchige Kulturfestival Cervantino, an welchem es an zahlreichen Orten in und um die Stadt Konzerte, Tänze und Theaterstücke zu sehen gibt, folgt im November der Día de Muertos. Der Tag der Toten wird in Mexiko traditionell als farbenprächtiges Volksfest gefeiert. Die Straßen werden künstlerisch dekoriert, es wird überall Musik gespielt und die Fotos der Verstorbenen an den verzierten Altären erwecken nostalgische Erinnerungen. Ich würde jeder Person, die vorhat, in Mexiko ein Auslandssemester zu absolvieren oder in dieses Land zu reisen, auf jeden Fall empfehlen, zu dieser Zeit einen Aufenthalt in Guanajuato einzuplanen. Es ist ein einmaliges Erlebnis.
Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Im Auslandssemester hast du die Chance, unendlich vielen neuen Menschen zu begegnen und dich auf einer Fremdsprache mit ihnen zu unterhalten. Sich auf diese sprachliche Herausforderung einzulassen, bedeutet für mich nicht, bereits ein perfektes Vokabular beim Reiseantritt zu besitzen. Es ist vielmehr der Mut zu sprechen und auch der Mut beim Sprechen Fehler zu machen. An dem Tag, als ich diese Pozole fotografiert habe, saß ich in der WG meines besten mexikanischen Kumpels und durfte bei einem gemeinsamen Kochabend dabei sein. Vor meinem Auslandsaufenthalt hätte ich mir stundenlange spanische Gespräche niemals zugetraut, aber durch so viele positive Erfahrungen und Eindrücke, fällt es mir heute so viel leichter über diese Sprechblockade und meinen Schatten zu springen. Diesen Mut in sich zu finden und anzuwenden, dazu möchte ich ermutigen.
Do's
- Besuche unbedingt tamboradas, das sind Tanzevente im Freien zu Beginn und Ende des Semesters. Es gibt eine große Bühne mit Live Musik, es wird banda mexicana gespielt, gesungen und ganz viel getanzt.
- Auch außeruniversitär empfehle ich es, die beliebten Tänze in México kennenzulernen, Salsa, Bachata, Cumbia, es macht unendlich viel Spaß
- Unbedingt die Essensstände auf den Straßen besuchen, besonders empfehle ich Esquites, das sind gekochte Maiskörner in Mayonese, Käse und scharfer Sauce.
- Die Museen und Theater besuchen, die mexikanische Kultur ist sehr vielseitig und sehr faszinierend
Don'ts
- Nachts nicht alleine durch die Straßen gehen
- Nicht nur auf Englisch sprechen aus Scham oder einer Blockade im Spanischen, Übung macht die Meisterin :D
- Kein Toilettenpapier in die Toilette werfen, sondern in den Mülleimer daneben
Studienaufenthalt in Purdue (USA)
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Studienaufenthalt in Purdue (USA)
Wieso hast du dich für dein Gastland entschieden?
Ich fand es schon immer spannend außerhalb von Europa zu studieren. Als ich mich darüber informierte, wurde mir das Austauschprogramm mit der Purdue University vorgeschlagen. Die Universität hat ein spannendes Angebot mit verschiedenen Kursen, dich mich interessiert haben.
Insgesamt war es eine großartige Gelegenheit Amerika kennenzulernen und in die Kultur einzutauchen.
Wie hast du deine Ankunft erlebt?
Nach fast acht Stunden Flug bin ich nachts am JFK in New York gelandet und hatte ein wenig Angst vor der Grenzkontrolle, aber nach gut zwei Stunden warten wurden mein Visum und die Papiere kontrolliert und alles war gut! Nach einigen Tagen in New York City ging es weiter nach Indianapolis und anschließend mit dem Bus zur Universität. Dort wurde ich von einem Mitglied aus der Forschungsgruppe freudig empfangen und ein wenig herumgeführt. Innerhalb der nächsten Tage habe ich meinen Studentenausweis und alle Online Zugänge erhalten. Der Jetlag war weniger schlimm als erwartet und ich hatte ich mich schnell an den neuen Rhythmus gewöhnt.
Wie war die Eingewöhnung?
In der ersten Woche gab es viele Angebote von der Universität wie die Boiler Goldrush Week, in der es eine Führung über den Campus gab und man ebenfalls neue Studierende kennengelernt hat. Auf dem Sportplatzt haben sich mehrere hundert social clubs vorgestellt, von Schach über Klettern bis hin zum Bonsai club gab es alle möglichen Angebote. Sei offen neue Dinge auszuprobieren und auf Menschen zuzugehen, sobald man alleine unterwegs ist lernt man schnell andere Menschen kennen. Habe keine Angst eine andere Sprache zu sprechen, überleg einfach wie du dich fühlen würdest, wenn jemand aus einem anderen Land dich auf deutsch ansprechen würde.
Do's
- Am besten ist es ganz am Anfang zur Boiler Goldrush Week zu gehen, dort gibt es eine gute Einführung und man lernt direkt andere Studierende kennen. Die Woche darauf stellen sich die ganzen Social Clubs vor, vom Segeln, Klettern, Schach, Robotik, Naturwissenschaften, Bonsai Club bis hin zum German Club gibt es alle möglichen Gemeinschaften, denen man sich anschließen kann.
- Vor oder nach einem Uni Tag kann man im CoRec viel Sport machen. Klettern, Schwimmen, Basketball, Fitness und viele Sportkurse werden dort angeboten.
- Kaffee trinken kann man gut im Greyhouse oder im Café Vienna.
- Auf jedenfall sollte man ein Footballspiel oder Basketballspiel angucken.
- Im Winter gab es eine wirklich schöne Weihnachtsshow mit einem rießigen Chor und schöner Musik.
- Wenn man ein Fahrrad braucht, kann dieses gut bei den Kirchen gegen einen Pfand ausleihen. Der Bus ist aber sonst auch kostenlos mit dem Studierendenausweis.
Dont's
- Man sollte auf keinen Fall unter dem Glockenturm durchlaufen, viele Studierende glauben, dass man dadurch ein Jahr länger studieren muss.
- Auf dem Campus gibt es leider nur einen kleinen und teuren Supermarkt, den sollte man möglichst meiden und lieber außerhalb einkaufen.
- Auf keinen Fall sollte man versuchen eine Unterkunft über Facebook zu suchen, die meisten Anzeigen dort sind Scams und wollen eine Zahlung im Vorraus.
- Nachts sollte man nicht alleine in Lafayette Downtown unterwegs sein. Von dort ist es besser ein Uber nach Hause zu nehmen. Ansonsten ist West Lafayette sehr sicher und auf dem Campus gibt es auch jederzeit einen Sicherheitsdienst, den man rufen kann.
- In eine Bar oder Kneipe gehen ohne seinen Reisepass dabei zu haben, der Personalausweis reicht nicht aus. Alternativ kann man auch eine ID-Karte beantragen.
Studienaufenthalt in Zwolle (Niederlande)
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Studienaufenthalt in Zwolle (Niederlande)
Wie hast du deine Ankunft in Zwolle gefunden und erlebt?
Ich bin schon Anfang August mit dem Regio angereist, obwohl das Semester erst im September startet. Da habe ich schon ein paar andere Studierende kennengelernt, die auch (so wie ich) viel zu früh vor Ort waren. Mit einer Studentin aus Belgien habe ich mich verabredet und wir sind dann abends noch in eine Strandbar gegangen. An den Folgetagen habe ich die Stadt erkundet und habe einen langen Spaziergang auf dem Deich gemacht. Am Deich gibt es viele Häuser, die Äpfel von ihren Bäumen verkaufen. Eine Fahrradtour nach Kampen habe ich auch gemacht.
Welche Hilfestellungen gab es beim Eingewöhnen und was hättest du dir noch gewünscht?
Das ESN Zwolle-Team (Erasmus Student Network) hat uns Studierende empfangen und wir hatten viele Events wie Speed Friending, eine Zwolle-Rallye, Pub Crawl und Spieleabende. Auch das Bruisfestival, ein Festival zum Abschluss der Ersi-Woche, war sehr cool! Dadurch habe ich schon in der ersten Woche sehr viele neue Freund*innen gefunden!
Meine typische Woche
Maandag (Niederländisch-Kurs / Fahrrad Tour)
Montags ist mein Fahrrad-Tag. Ich mache erst ein bisschen Uni und setze mich dann aufs Rennrad und schaue mir Dörfer und Städte in der Nähe von Zwolle an. Abends gehe ich zum Niederländisch-Kurs und danach gehe ich pumpen im Fitti der Uni.
Dinsdag (ESN Activity)
Dienstag ist immer Uni-Tag. Abends gehe ich dann noch zum Spieleabend oder zu einem anderen Event von ESN.
Woensdag (Internship)
Mittwochs gehe ich zu meinem Praktikum und schaue mir an, wie das Schulsystem in den Niederlanden aufgebaut ist.
Donderdag (Uni, Flying Horse)
Donnerstag ist wieder Uni-Tag. Abends ist immer Studi-Party im Het Vliegende Paard. Da sehe ich dann meine ganzen Freund*innen wieder.
Vrijdag (Markttag)
Freitags habe ich frei. Deshalb gehe ich morgens zum Markt und probiere mich durch neue Käse-Angebote durch, esse eine Stroopwafel und kaufe das Gemüse für die nächste Woche ein.
Zaterdag en Zondag (Städtetrip)
Am Wochenende schaue ich mir mit meinen Freund*innen Städte an oder fahre ans Meer. Da fahren wir morgens los und kommen abends wieder. Das Gute an den Niederlanden: Das Land ist total klein! Man ist innerhalb von max. 2h wirklich überall, wo man sein will.
Do’s and Don‘ts in Zwolle
Do’s
- Fahrrad fahren: Am einfachsten und schnellsten kommt man mit dem Fahrrad voran. Alle anderen fahren auch Fahrrad, deshalb: Direkt ein Fahrrad mitbringen oder über Marktplaats besorgen.
- Fitti und Schwimmhalle: Die Uni hat ein eigenes Fitti und ein Schwimmbad. Mit dem Abo kann man auch alle Gruppen-Kurse wie Yoga, Langhantel-Kurse, CrossFit oder Aquajogging besuchen.
- NS Flex Weekend Vrij: Mit dem Wochenende-Frei-Ticket kann man alle Züge benutzen und Städte-Trips machen. Das Ticket kostet ca 40€ im Monat und lohnt sich schon, wenn man nur einmal wegfährt. Ich war jedes Wochenende unterwegs und habe mir andere Städte angeguckt oder bin ans Meer gefahren. Mit dem Ticket kann man auch bis zu drei Menschen mitnehmen für 40% Rabatt.
- Tikkie: Die Niederländer*innen lieben Tikkie, da kann man sich Geld hin und her schicken – so ähnlich wie PayPal. In den Restaurants kann man oft keine Rechnungen splitten, deshalb ist Tikkie wichtig.
Don’ts
- Mensa: In den Niederlanden gibt es generell keine Kantinen, so wie wir das kennen. Man kann sich zwar im Spar der Uni was kaufen oder in der Cafeteria ein sehr teures belegtes Brötchen kaufen, aber das habe ich nur im Notfall gemacht.
- Bargeld: Niemand zahlt mit Bargeld. Selbst auf dem Wochenmarkt ist alles mit Karte und in manchen Bars kann man nur mit Karte zahlen.
- Vegan:Ich fand es sehr schwierig, an vegane Ersatzprodukte zu kommen. Die Niederländer*innen konsumieren sehr viele tierische Produkte! Es ist (zumindest unter meinen niederländischen Freund*innen) normal, einen Liter Milch am Tag zu trinken. An Tofu und teure Ersatzprodukte kommt man noch ganz gut, aber sowas wie getrocknete Sojaschnetzel zu finden habe ich garnicht erst versucht und einfach von Zuhause eingepackt. Vegetarisch durchzukommen ist einfach, aber vegan ist echt eine Herausforderung gewesen.
Meine Bucket List
- Markt: Auf dem Wochenmarkt (Freitags und Samstags) kannst du oft günstiger als im Supermarkt Gemüse kaufen. Tierische Produkte gibt es natürlich auch, da sind die Preisunterschiede aber nicht so groß.
- Deich: Zum Entspannen, Tiere beobachten und zum Sporten ist der Deich super! Man kann super spazieren, joggen und auch Fahrrad fahren gehen.
- FEBO: Bei FEBO kannst du dir niederländische Spezialitäten wie Frikandel, Kaaskroket oder Loempia aus einer Automaten-Wand holen. Wenn du von einem Abend in der Stadt zurück gehst, dann darf ein Stopp bei FEBO nicht fehlen.
- Swolsche Friethuis: Hier gibt es die besten Pommes der Stadt! Da ist die Oorlog-Sauce, ein Mix aus Erdnuss-Sauce und Mayonnaise mit frischen Zwiebeln, ein Must Try. Entweder man liebt’s oder hasst es. Immer wenn ich in die Niederlande fahre steht das auf meiner ToDo-Liste.
- IJssalon Salute: Hier gibt es das beste Eis aus Zwolle. Meine Lieblingsssorte ist Stroopwafel.
- Dinoland: Ich war mit einer großen Gruppe im Dinoland Zwolle. Das ist eigentlich ein Spielepark für Kinder aber am Ende der Saison hat das Dinoland länger geöffnet, sodass es auch für uns Studis sehr viel Spaß gemacht hat. Wir haben Teppichrutschen-Wettbewerbe veranstaltet, haben LaserTag gespielt und waren bei einer Theater-Show mit echten Dinos!
- Vintage & Second Hand: Es gibt sehr viele Vintage und Second Hand Läden in Zwolle! Da habe ich echt kuschelige Hoodies und Jacken gefunden.
- Sporten: Auf dem Deich kannst du super in Richtung Kampen oder Hattem fahren, das sind kleinere Nachbarstädte von Zwolle. Aber in den Niederlanden ist es sehr wichtig, dass du dir anguckst von wo der Wind kommt. Sonst dauert der Rückweg doppelt so lang. :D
- Espressobar Maling: Für kuschelige Coffee Dates ist das mein Place To Be. Sehr klein, schöner Ausblick und auch gut zum Arbeiten wenn man unter der Woche hingeht.
- Nintje: Nintje (oder auf Miffy) ist überall in den Niederlanden zu finden. In Utrecht gibt es sogar ein Nintje-Museum!
Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Generell für dein Erasmus solltest du offen und neugierig sein! Natürlich kannst du auch nur für dich studieren, aber für mich ging es bei meinem Erasmus darum, viele neue Menschen kennenzulernen. Außerdem: Alle fahren Fahrrad. Bus bin ich in Zwolle nie gefahren. Deshalb ist Fahrrad mitbringen/kaufen echt wichtig für die Niederlande!
Meine Erasmus-Highlights
Ich habe ganz viele Städtetrips gemacht, in den Niederlanden aber auch durch Belgien und nach Prag. Die Fahrt zum höchsten Punkt der Niederlande war ein echtes Highlight! Auch die Halloween-Party, wo wir als 14 Minions und 1 Gru verkleidet waren, ist etwas an das ich mich gerne erinnere. Mit einer Freundin bin ich zusammen zur Comic Con Holland gefahren ganz spontan. Wir haben Sinterklaas besucht, als er in den Niederlanden angekommen ist. Mit unseren Fisch-Laternen haben wir es ins nationale Fernsehen geschafft, obwohl wir unseren Riesenschneemann noch cooler fanden. Auf dem Charles Dickens Festival hatten wir auch viel Spaß. Und den Abend in Utrecht bei Ikkimel werde ich auch nicht vergessen. Im November war ich mit einem Freund am Meer und schwimmen. Auch der Midnight Run rund um Zwolles Altstadt war ein Highlight!
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Studienaufenthalt in Zwolle (Niederlande)
Wieso hast du dich für dein Gastland entschieden?
Ich habe mich für die Niederlande entschieden, da ich unser Nachbarland als spannende Möglichkeit empfunden, habe meine kulturellen Kompetenzen weiterzuentwickeln und meine ersten Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Gerade Berührungspunkte mit der niederländischen Kultur und Sprache während meiner
Schulzeit haben die Entscheidung positive beeinflusst.Wie hast du deine Ankunft in den Niederlanden/in Zwolle erlebt?
Meine Ankunft in Zwolle war im positiven Sinne sehr aufregend. Als Erstes bin ich
zum Studentenwohnheim „Hive“ gefahren und habe mein dortiges Zimmer bezogen.
Meine beiden niederländischen Mitbewohner haben mich sehr freundlich in Empfang
genommen und ich habe mich direkt wohlgefühlt. Anschließend habe ich erste
Eindrücke in der Innenstadt gesammelt. Direkt sehr positiv aufgefallen ist mir die
größtenteils autofreie Innenstadt. Außerdem befinden sich in Zwolle viele Grünflächen
an der Gracht, welche Ideal zum Aufhalten und Entspannen sind. Positiv sind mir auch
die vielen verschiedenen Restaurants, Bars und Cafés aufgefallen. Der Campus der
Windesheim University hat mich sehr beeindruckend. Dieser ist sehr modern gestaltet
und hat innerhalb verschiedener Komplexe zahlreiche Arbeitsflächen. Für mich
persönlich war das vielfältige Sportangebot sehr hilfreich, um mich direkt
angekommen gefühlt zu haben. Der Sportbereich auf dem Campus, umfasst ein
Schwimmbad und ein GYM, welches für kostengünstige Abos für ein halbes Jahr
besucht werden können. Die darauffolgende Woche war geprägt von verschiedensten
Aktivitäten, welche vom Erasmus Social Network (ESN) organisiert wurden. Diese
haben es sehr erleichtert, schnell Anschluss zu finden und mit Menschen aus vielen
verschiedenen Ländern sich zu verknüpfen.
Welche Hilfestellungen gab es beim Eingewöhnen und was hättest du dir noch gewünscht?
Beim Eingewöhnen hat besonders die Willkommenszeremonie von der Windesheim University geholfen. Hier wurden verschiedenste Informationen über das universitäre Leben bereitgestellt. In Form von einer ausgeteilten Broschüre konnte man einige hilfreiche Informationen nachlesen. Außerdem stand das international Office bei offenen Fragen zur Verfügung. Des Weiteren wurden Insider-Tipps für das Einleben in Zwolle in einem Dokument von Erasmus Koordinatoren verteilt. Ebenso hilfreich war
die Einführungswoche, in welcher verschiedene Aktivitäten auf dem Plan standen. Eine von diesen war eine Get to know Zwolle Tour, bei welcher man die Innenstadt und weitere wichtige und empfehlenswerte Orte kennenlernt. Ebenso wurden Aktivitäten wie beispielsweise Spiele organisiert, wodurch sich schnell Anschluss bei Mitstudierenden finden lies.Welche Empfehlung würdest du einer*einem Kommilitonin*Kommilitonen, die*der demnächst in dein Gastland fahren wird, mit auf den Weg geben?
Die Mitnahme oder die Anschaffung eines Fahrrads ist die größte Empfehlung. Die Infrastruktur ermöglicht es sehr einfach und zeitsparend von A nach B zu gelangen.
Ich kann es empfehlen sich über eine Bahnkarte des niederländischen Bahnunternehmen „NS“ zu informieren. Ich habe mich zu meiner Zeit für ein monatliches Abonnement entschieden, mit welchem ich an den Wochenenden mit allen Zügen fahren durfte.Lass dich außerdem auf die Erasmus Organisation und Veranstaltungen ein. Diese bieten dir die Möglichkeit, Freunde zu finden und einen abwechslungsreichen Alltag zu gestalten.
Des Weiteren würde ich dir empfehlen, sich Zeit zu nehmen im Gastland anzukommen und sich besonders auf die neue Kultur einzulassen.
Typischen Tagesablauf in Zwolle
Mein typischer Tagesablauf in Zwolle begann in meiner WG, in welcher ich alleine oder mit meinen Mitbewohner*innen gefrühstückt habe. Insofern die Universitätskurse nachmittags stattfanden, entschied ich mich das sportliche Programm an der Windesheim University zu nutzen. Hierfür habe ich gleich zu Beginn ein Abonnement für das Gym und das Schwimmbad abgeschlossen, um dies über meinen Aufenthalt nutzen zu können. Durch die Nähe von meinem Studentenwohnheim konnte ich dies mit dem Fahrrad oder zu Fuß innerhalb von 5-10 Minuten erreichen.
Anschließend konnten universitäre Aufgaben erledigt werden. Hierfür konnte man sich mit Kommilitonen in der Universität verabreden und einen der zahlreichen Arbeitsbereiche auf dem Campus nutzen. Alternativ bietet die Innenstadt von Zwolle zahlreiche kleine Cafés, in denen man sich aufhalten und entspannen kann.
Am Abend wurde sich in den verschiedenen Studentenwohnheimen verabredet oder eine gemeinsame ESN-Veranstaltung besucht. Oftmals fanden diese in einem Studentencafé/Bar in der Innenstadt statt. Persönlich habe ich mich auf das von ESN-Team organisierte Fußballtraining gefreut. Dieses fand bei einem Fußballverein
jeden Montagabend statt. Am Wochenende habe ich gerne den Markt in der Innenstadt von Zwolle besucht, bei welchem man recht günstig Gemüse und Obst kaufen kann.
Ansonsten wurden mit Freundesgruppen Ausflüge in andere Städte gemacht. Zwolle bietet sich optimal als Startpunkt an, egal in welche niederländische Stadt, da es sehr
zentral liegt.Do's
Ein Fahrrad zu besitzen und damit zu fahren ist ein Muss. Lass dich auf Gespräche mit Fremden ein, wenn sie dich ansprechen. Niederländer tun dies gerne. Probiere typisch niederländische Gerichte. Du musst in das vegane Café „Lisas Deli“ und einen der selbstgemachten Kekse probieren. Bereise die Niederlande. Es gibt noch mehr als die Großstädte Amsterdam und Rotterdam. Und ganz wichtig: Erkunde alle Ecken von Zwolle.
Ansonsten kann ich die kulturelle Veranstaltung „Lege Stoele“ empfehlen, welche jeden zweiten Dienstag im Monat stattfindet. Hier können mit vorheriger Anmeldung musikalische aber auch eigene Gedichte und Poetry-slams vorgetragen werden.
Don'ts
Versuche, wenn du in Zwolle oder an der Universität bist auch mit anderen Nationalitäten in Kontakt zu kommen und nicht nur mit Personen aus deiner eigenen
Nationalität Aktivitäten zu unternehmen. Natürlich kannst du auch in deiner Muttersprache kommunizieren und diese als deinen kleinen Rückzugsort ansehen.
Jedoch kann man einzigartige Kontakte erst mit Englisch knüpfen.Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Von Bedeutung ist es, sich auf die neue Kultur und die Menschen von denen man umgeben ist einzulassen. Hierfür sind die Kompetenzen Kommunikationsfähigkeit ,
Offenheit und Toleranz entscheidend. Des Weiteren sollte man sensibel mit sich selbst und seinen Mitmenschen umgehen, da ein Auslandsemester für jeden eine besondere und neue Erfahrung sein kann. Sich gegenseitig zu unterstützen hilft dabei, dass Eingewöhnen an das neue Land schneller und angenehmer zu gestalten. Ansonsten die Zeit vor Ort genießen und jeden Tag ausnutzen.
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Studienaufenthalt in Zwolle (Niederlande)
Wie hast du deine Ankunft in den Niederlanden/in Zwolle erlebt?
Vor meiner Ankunft in den Niederlanden hatte ich ordentlich Angst davor, mein gewohntes Umfeld zu verlassen und von neuen Menschen umgeben zu sein. Ich habe auch viel geweint, da ich meinen Partner fürs Erste zurücklassen musste. Obwohl die Niederlande ja theoretisch nicht weit weg sind, ist es trotzdem ein neues Land und fühlt sich manchmal sehr weit weg von zu Hause an.
Sobald ich dann allerdings angekommen war, waren alle negativen Gedanken verflogen. Die Stadt ist wunderschön und es gab so viel Neues zu erkunden, dass für Trübsal blasen erst mal keine Zeit mehr war.
Des Weiteren sorgte das Erasmus Student Network besonders in den ersten Wochen für einen aufregenden, spaßigen Empfang. Es gab ständig Aktivitäten, in denen man sich bei allen Fragen helfen lassen und neue Leute auf verschiedene kreative Weisen kennenlernen konnte, und natürlich wurde auch viel gefeiert. Meine ersten Wochen in Zwolle beinhalten einige meiner Lieblingserinnerungen an den Aufenthalt und ich hab mich sofort willkommen und wohl gefühlt.
Welche Kompetenzen/Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Man sollte unbedingt ein paar Basics der Sprache können, also „Hallo“, „Bitteschön“, „Dankeschön“, „Tschüss“ und „Ein Bier bitte“. Die Menschen in den Niederlanden können zwar auch so ziemlich alle hervorragendes Englisch sprechen und viele auch Deutsch, allerdings ist es dort auch ein weit verbreitetes Stereotyp, dass international Studierende sich „weigern“ auch etwas von der niederländischen Sprache und Kultur zu lernen. Natürlich ist das nicht gerecht, aber meiner Erfahrung nach freuen sich die Bewohner immer sehr, wenn Internationals wenigstens die Basics kennen.
Es ist außerdem super hilfreich, wenn man sich einfach traut, auf neue Leute zuzugehen und Freundschaften zu schließen. Soziale und interkulturelle Kompetenzen sind eigentlich eine Grundvoraussetzung, um einen angenehmen Auslandsaufenthalt zu haben. Außerdem ist es super interessant, so viele Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen – und man wächst sich wirklich sehr schnell ans Herz. Am besten nimmt man einfach jede Party, jedes Event, jeden Ausflug mit, den man kriegen kann, denn die Zeit geht viel zu schnell vorbei.
Sich ein bisschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln vor Ort auseinanderzusetzen ist auch wichtig. In Zwolle kommt man nicht daran vorbei, Fahrrad zu fahren. Man sollte sich also auf jeden Fall eines mitbringen oder dort kaufen (allerdings sind die Fahrräder dort um einiges teurer, vor allem zu den Zeiten, wo die neuen Internationals ankommen), aber man wird wohl auch häufig auf Busse und Züge angewiesen sein – auf jeden Fall, wenn man auch andere Städte besuchen möchte. Bahnfahren funktioniert in den Niederlanden etwas anders als in Deutschland. Man braucht auf jeden Fall die „NS-App“, um sich Tickets zu besorgen. Ansonsten kann man auch mit einer Kreditkarte in die Bahnhöfe gehen bzw. in die Züge einsteigen.
Mein letzter Tipp wäre, nicht zu hohe Ansprüche an die eigene Wohnsituation mitzubringen… Die Wohnkomplexe sind eher schäbig, aber auch da gewöhnt man sich ganz schnell dran (und draußen ist es eh schöner ;)).
Do's
- Lass dir ein Tattoo auf Niederländisch stechen! Ein besseres, länger haltendes Andenken an deine Zeit dort wirst du kaum finden. Studio-Empfehlung: Mellow by Nozem :)
- Lass dich auf die Kultur und die Traditionen ein! Sinterklaas beiswpielsweise, das niederländische Nikolausfest, macht super viel Spaß!
- Geh auf Reisen! Besuche andere Städte in den Niederlanden. Das Erasmus Student Network bietet auch noch andere Trips an – auf dem Foto unten links beispielsweise waren wir gemeinsam in Prag.
- Genieß deine Zeit, so gut du kannst! Es ist okay, sich einfach mal zu entspannen und zu genießen, dass man diese unvergesslichen Erfahrungen sammeln darf.
- Werde kreativ und öffne dich! Der Unialltag hier ist etwas entspannter als in Hannover und es gibt sowohl in der Uni mehr kreativen Spielraum (auf dem Bild rechts in der Mitte beispielsweise, war die Aufgabe, sich den anderen mithilfe eines „Mini-Museums“ vorzustellen), als auch in der Freizeit. Man hat einfach mehr Zeit zur Verfügung – ein guter Zeitpunkt, etwas Neues zu versuchen.
Don'ts
- Mach dich nicht selber runter. Es ist ganz schön überwältigend, erstmal alleine dazustehen, aber alle anderen sind in derselben Situation wie du!
- Wenn die Seen im Winter gefrieren, geh nicht drauf spazieren. Der Schein trügt.
- Unterschätze nicht das Wetter, habe besser immer einen Regenschirm dabei.
- Missachte nicht die Verkehrsregeln, insbesonderde für Radfahrende