Antragsfristen für die Förderung von Projekten
Studienqualitätsmittel für die Lehrkräftebildung
Die Studienkommission der LSE entscheidet über die Vergabe von Studienqualitätsmitteln die zur Förderung lehramtsspezifischer Verbesserung in Studium und Lehre eingesetzt werden.
Es werden lehramtsspezifische Innovationen aus den Instituten, Fakultäten und von Studierenden gefördert. Hierunter fallen in erster Linie Projekte, die einen fach- oder fakultätsübergreifenden Schwerpunkt aufweisen. Dies trifft beispielsweise auf klassische Querschnittsthemen wie Inklusion und Heterogenität, Deutsch als Fremdsprache, BNE oder (digitale) Medienkompetenz zu. Auch Initiativen zur besseren Verzahnung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften haben ein großes Verbesserungspotential für die Lehrkräftebildung. Im Falle einer spezifischen Bedarfslage können auch Projekte gefördert werden, die primär einzelnen Fächern zugutekommen. Der Lehramtsbezug steht natürlich auch hier im Mittelpunkt.
Die Förderung durch Studienqualitätsmittel erfolgt auf der Grundlage eines Antragsverfahrens. Zu den Vergabekritierien finden Sie Informationen in den Richtlinien.
Für die Antragstellung sowie für den Verwendungsnachweis verwenden Sie bitte ausschließlich die unten stehenden Formulare:
Bei den Vergabekriterien der SQM hat sich 2022 eine Änderung ergeben: Künftig dürfen nur noch Pflichtexkursionen gefördert werden. Pflichtexkursionen sind Exkursionen, die zwingend in der Prüfungsordnung vorgeschrieben sind oder zumindest im Modulhandbuch Erwähnung finden.
Auswahl bewilligter Projekte
Sommersemester 2026
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Vertiefung und Diversifizierung der Lehrqualität durch die Integration von 3D-Fertigung mittels Vakuumpresse und der sich daraus ergebenden Verknüpfung aus theoretischer und praktischer Fertigungstechniken im Fachbereich Holztechnik.
Ralmo Bode
Institut für Berufswissenschaften im Bauwesen
Fakultät für Architektur und Landschaft
Laufzeit: 04/2026 – 03/2027
Projektbeschreibung:
Studien und eigene Praxiserfahrung zeigen, dass viele angehende Lehrkräfte den Übergang vom Studium ins Referendariat als anspruchsvoll erleben und sich eine stärkere Praxisorientierung wünschen. Ziel des Vorhabens ist die Stärkung des Theorie-Praxis-Verbunds in der Hochschullehre. Durch die Anschaffung einer Vakuumpresse wird die Lehrveranstaltung „Fertigungstechnik Holz“ um anspruchsvolle Fertigungstechniken erweitert.
Studierende erleben authentische Fertigungsprozesse, vertiefen ihr fachwissenschaftliches Verständnis und entwickeln zugleich didaktische Kompetenzen durch projektorientierte Lehr-Lern-Settings.
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Klimawandel
Christian Dreng & Saskia Becker
Institut für Sonderpädagogik
Philosophische Fakultät
Laufzeit: 04/2026 - 09/2027
Projektbeschreibung:
Das Projekt Klimawandel zielt auf die Professionalisierung angehender Lehrkräfte im Bereich der Förderung eines kooperativen Klassenklimas zur Verbesserung der schulischen Situation von Lernenden unter besonderer Berücksichtigung von Bullyingprozessen ab. Dies ist insbesondere in heterogenen Klassen wichtig, in denen vulnerable Lernende dem Risiko von sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind. Neben der theoretischen Erarbeitung des Themas erfolgt eine praxisnahe Auseinandersetzung mit konkreten Materialien und Methoden für die eigene Unterrichtsgestaltung.
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Simulationen und Interaktive Bildschirmexperimente für den naturwissenschaftlichen Unterricht kriterienorientiert auswählen und gestalten
Hendrik Maas
Institut für Didaktik der Mathematik und Physik
Fakultät für Mathematik und Physik
Laufzeit: 04/2026 – 03/2027
Projektbeschreibung:
Simulationen, vor allem solche, die GeoGebra verwenden und Interaktive Bildschirmexperimente (IBEs) haben für den naturwissenschaftlichen Unterricht an Bedeutung gewonnen. Im Zuge des Projektes werden Schlüsselkompetenzseminare für Lehramtsstudierende angeboten, die sich zielgerichtet mit Qualitätskriterien für die Auswahl von Simulationen und IBEs beschäftigen und Studierenden Kompetenzen zur eigenen Erstellung vermitteln sollen.
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Lern- und Arbeitsraum
Dr. Frank B. Peters
Institut für Berufswissenschaften im Bauwesen
Fakultät für Architektur und Landschaft
Laufzeit: 04/2026 – 10/2027
Projektbeschreibung:
An der Fakultät für Architektur und Landschaft wird ein kollaborativer Lernraum für Studierende der Studiengänge Technical Education und Lehramt an berufsbildenden Schulen eingerichtet, die im Studium an mehreren Instituten und Standorten eingebunden sind. Der Raum bietet eine ruhige, lernförderliche Umgebung für selbstorganisiertes Lernen, Gruppenarbeiten und fachlichen Austausch. Ziel ist es, die Studienbedingungen zu verbessern, die Vernetzung der Studierenden zu stärken und ihre professionelle Entwicklung zu unterstützen.
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Virtual und Augmented Reality für Sportlehrkräfte
Dr. Steffen Schiedek & Prof. Dr. Melanie Krüger
Institut für Sportwissenschaft
Philosophische Fakultät
Laufzeit: 03/2026 - 09/2026
Projektbeschreibung:
Das Projektseminar „Virtual und Augmented Reality für Sportlehrkräfte“ bietet im Wahlpflichtbereich der lehramtsbezogenen Studiengänge des Instituts für Sportwissenschaft die Möglichkeit, VR/AR-Technologien im konkreten Setting des Sportunterrichts zu erkunden. Studierende entwickeln eigene Anwendungen und erwerben Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Evaluation immersiver digitaler Medien im Kontext von Sport und Sportunterricht hinsichtlich der Förderung von Inklusion und Motivation.
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KinderForschungsTag
Dr. Sonja Veith
Institut für Sonderpädagogik
Philosophische Fakultät
Laufzeit: 03/2026 - 07/2026
Die Abteilung Sachunterricht und Inklusive Didaktik führt den KinderForschungsTag als innovatives Praxis- und Transferformat durch und verbindet damit universitäre Lehre, Forschung und Praxis. Studierende entwickeln im Rahmen eines Projektseminars theoriegeleitet forschend-entdeckende Lernstationen und setzen diese mit Grundschulklassen um. So erleben Kinder Wissenschaft und den Lernort Universität hautnah, während Studierende praxisnah professionelle Handlungskompetenzen erwerben.
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Wettbewerb als Lernfeld – Ein forschungsbasiertes Lehr-/Lernprojekt zur Talentförderung und Chancengerechtigkeit in der Berufsbildung
Dirk Zimmermann
Institut für Berufspädagogik
Philosophische Fakultät
Laufzeit: 02/2026 - 07/2026
In dem Seminar der Berufs- und Wirtschaftspädagogik untersuchen Masterstudierende berufliche Wettbewerbe als Lern- und Entwicklungsumgebungen. Am Beispiel eines schulinternen Kochwettbewerbs (BBS 2 Region Hannover) analysieren sie empirisch Potenziale und Risiken der
Talentförderung im Hinblick auf Motivation und Chancengerechtigkeit. Das Lehr-/Lernprojekt verbindet forschungsorientiertes Lernen mit schulischer Praxis und fördert die berufliche Handlungskompetenz angehender Lehrkräfte in der beruflichen Bildung.
Wintersemester 2025/26
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Phasenübergreifende und phaseninterne Verzahnung und Qualitätsentwicklung der Fach- praktika im Master Lehramt an berufsbildenden Schulen in den Fachrichtungen Bautech- nik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung
Antragssteller*in: Prof. Dr. Alexandra Bach
Fakultät / Einrichtung: Fakultät für Architektur und Landschaft
Projektlaufzeit: 10.2025-09.2026
Kurzbeschreibung:
Phasenübergreifende und phaseninterne Verzahnung und Qualitätsentwicklung der Fachpraktika im Master Lehramt an berufsbildenden Schulen in den Fachrichtungen Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung
In der Lehrkräftebildung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Studienseminaren und der beruflichen Praxis entscheidend, um Theorie und Praxis effektiv zu verbinden. Dies fördert eine ganzheitliche Professionalisierung der Lehrkräfte. Diskussionen mit Studierenden zeigen, dass viele Schwierigkeiten haben, theoretisches Wissen praktisch in der Unterrichtsplanung umzusetzen. Dies unterstreicht die Bedeutung von praxisorientierten Modulen wie „Fachdidaktik 4: Unterrichtsplanung, -vorbereitung und -durchführung sowie Evaluation in der bautechnischen Berufsbildung“ (FD 4), das sowohl theoretische als auch praktische Komponenten umfasst. Im WS 2024/25 wurde das Modul neu strukturiert, wobei Fachleiter aus Berufspraktika eingebunden wurden, um realitätsnahes Feedback zu geben und praktische Kompetenzen zu fördern. Die Evaluation zeigte, dass Studierende durch die Kooperation mit Fachleitern besser auf ihren Vorbereitungsdienst vorbereitet werden und Ängste abbauen konnten. Zu den zukünftigen Zielen zählen die weitere Optimierung des Moduls, die Beschäftigung von Hilfskräften für Evaluation und Materialentwicklung, sowie die Förderung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses zur besseren Theorie-Praxis-Verzahnung.
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Demokratie braucht Inklusion und Kooperation
Antragssteller*in: Katja Baucke
Fakultät / Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: 09.2025-02.2026
Kurzbeschreibung:
Demokratie braucht Inklusion und Kooperation
Das Institut für Sonderpädagogik bietet ein innovatives Seminar im Modul „Kommunikation und Interaktion in sonderpädagogischen Arbeitsfeldern“. Angehende Sonderpädagog:innen arbeiten in heterogenen Gruppen, bestehend aus Studierenden und Erwachsenen mit zugeschriebener Behinderung, zu den Themen Demokratie und Erinnerungskultur.
Das Seminar fokussiert auf die Reflektion professioneller Haltungen gegenüber Menschen mit Behinderungen (doing dis/ability) und nutzt das Jahresmotto „Nie wieder ist jetzt“ als thematischen Leitfaden. Ziel ist es, gesellschaftliche Wiederholungen historischer Fehler zu verhindern.
Mit kooperativen Lernmethoden werden Verständnis und Sensibilität für inklusive Bildungsansätze gefördert. Gruppenprojekte behandeln die Zuschreibungspraxis der NS-Zeit und deren heutige Auswirkungen. Am Ende des Seminars präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse entweder in analogen oder digitalen Formaten.
Eine Exkursion in eine besondere Wohnform am Ende des Seminars ermöglicht es Studierenden, die Lebensumstände der Kooperationspartner:innen kennenzulernen. Dieses Angebot ist für Studierende dank des Semestertickets kostenfrei; Materialkosten trägt die besondere Wohnform.
Das Seminar zielt darauf ab, demokratische und inklusive Prinzipien im schulischen Alltag zu stärken. Studierende können durch Erstellen eines Portfolios mit Reflexionsaufgaben zur Seminarverbesserung beitragen. Der kontinuierliche Austausch mit Projekten und wissenschaftlichen Studien sichert die Weiterentwicklung innovativer Konzepte der inklusiven politischen Bildung.
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PROMPT inklusiv – Digitale Technologien als Lernunterstützung bei und mit Personen mit (sogenannter geistiger) Behinderung
Antragssteller*in: Dr. Wiebke Curdt
Fakultät / Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: 08.2025-03.2026
Kurzbeschreibung:
PROMPT inklusiv – Digitale Technologien als Lernunterstützung bei und mit Personen mit (sogenannter geistiger) Behinderung
Die Digitalisierung eröffnet zahlreiche Chancen, birgt jedoch auch Herausforderungen, besonders im Bildungsbereich. Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz und Apps sind fest im Alltag von Lehrenden und Lernenden verankert. Dennoch weist die Ausbildung von Lehrkräften Lücken auf: Nur etwa ein Viertel gibt an, digitale Medien im Unterricht während ihrer Ausbildung erlernt zu haben – weit unter dem internationalen Durchschnitt.
Für Menschen mit Behinderungen, beispielsweise Lernschwierigkeiten, bestehen oft Barrieren in der digitalen Welt. Diese digitalen Ungleichheiten, bekannt als "Digital Disability Divide", manifestieren sich in ungleichen Zugangsmöglichkeiten und Kompetenzen. Besonders sozial benachteiligte Schüler*innen sind hiervon betroffen.
Das Seminar im Masterstudiengang Sonderpädagogik an der Leibniz Universität Hannover adressiert diese Themen. Ziel ist die Professionalisierung der Studierenden im Umgang mit digitalen Medien sowie deren reflektierte Anwendung in inklusiven Kontexten. Es stärkt zudem die Qualifikation von Menschen mit Lernschwierigkeiten im Zugang und der Nutzung digitaler Medien.
In Zusammenarbeit mit dem PIKSL-Labor Hannover, das digitale Teilhabe fördert, wird eine multiprofessionelle Kooperation entwickelt. Menschen mit Lernschwierigkeiten agieren dabei als Lernende und als Experten in eigener Sache. Das "Fünf-Ebenen-Modell" von Schulz dient als Orientierung im Seminar.
Das Seminar trägt zur Professionalisierung von Lehrkräften bei und ermöglicht die Entwicklung von Open Educational Resources (OER). Dies fördert die Anwendung digitaler Medien in heterogenen Gruppen und verbessert langfristig die Studienbedingungen.
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Teaching Global Englishes in the Classroom - Ein interdisziplinäres Schulkooperationsprojekt zur Förderung der unterrichtspraktischen Kompetenzen in der mehrsprachigen Welt
Antragssteller*in: Dr. Pascal Hohaus
Fakultät / Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: Verlängerung bis 09.2026
Kurzbeschreibung:
Teaching Global Englishes in the Classroom - Ein interdisziplinäres Schulkooperationsprojekt zur Förderung der unterrichtspraktischen Kompetenzen in der mehrsprachigen Welt
Das aus SQM der LSE finanzierte und derzeit laufende Projekt „Teaching Global Englishes in the Classroom - Ein interdisziplinäres Schulkooperationsprojekt zur Förderung der unterrichtspraktischen Kompetenzen in der mehrsprachigen Welt“ zielt darauf ab, sprachwissenschaftliche und fachdidaktische Lehre miteinander zu verbinden und ein universitäres Blockseminar um einen Schulpraxisbesuch mit Reflexionskomponente zu ergänzen. Zentrales Thema des Blockseminars ist die globale Vielfalt der englischen Sprache, die mit einem interdisziplinären Ansatz als sprachliche Diversität sichtbar und für den schulischen Unterricht fruchtbar gemacht wird. Das Projekt lässt sich im Kontext von „Practice-Based Teacher Education“ (Zeichner, 2012) verorten.
Im Hinblick auf die derzeit an der LUH diskutierte Reform der Lehrkräftebildung ist das Projekt insbesondere für die folgenden Themenbereiche relevant: Bereitstellung wissenschaftsbasierter und professionsorientierter Lerngelegenheiten für einen kumulativen Kompetenzaufbau, Schaffung kohärenter Studienstrukturen und Weiterentwicklung der schulpraktischen Studien.
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Theater probieren – Politik entdecken! Neue Räume für Demokratiebildung im Lehramtsstudium an der LUH
Antragssteller*in: Prof. Dr. Julia Stenzel und Dr. Ole Hruschka
Fakultät / Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: 10.2025-03.2027
Kurzbeschreibung:
Theater probieren – Politik entdecken! Neue Räume für Demokratiebildung im Lehramtsstudium an der LUH
In einer Zeit, in der Bedrohungen wie Populismus, Extremismus und Fake News zunehmen, wird die Förderung von Demokratiekompetenzen in der kulturellen und politischen Bildung immer wichtiger. Besonders Lehramtsstudierende sollten sich mit den sozialen und kommunikativen Möglichkeiten des Theaters vertraut machen, um in Schulen entsprechende Methoden als Reflexionsräume für gesellschaftspolitische Fragen nutzen zu können.
Ziel des interdisziplinären Projekts an der Leibniz Universität Hannover ist es, Lehr-Lernsettings, wie gemeinschaftsstiftende Übungen, in der Lehrkräftebildung zu verankern. Studierende verschiedener Fachrichtungen, darunter Deutsch und Politik-Didaktik, treten dabei in Austausch. Das Projekt stärkt die "Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe" und die "Didaktik der Vielstimmigkeit", behält aber die theaterästhetischen Besonderheiten im Blick.
Das Projekt verbindet Bildungspotenziale des Theaters mit politikdidaktischen Ansätzen, um innerhalb theaterpädagogischer Arbeit gesellschaftspolitische Prinzipien zu verhandeln. Die Forschung konzentriert sich darauf, wie Theater als Aktionsform und Instrument politischen Handelns, auch an Universitäten und Schulen, zum Aufbau von Transformationswissen und resilienten Gemeinschaften beitragen kann.
Die Zusammenarbeit mit dem "Teaching Change"-Projekt der LSE wird fortgesetzt, um die Sammlung theaterpädagogischer Konzepte und Materialien weiter zu ergänzen und als fächerverbindendes Element zu nutzen.
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VirtU-net 360°– VR-Videovignetten für praxisnahes Lehren und Lernen in der Lehrkräftebildung
Antragssteller*in: Prof. Dr. Andreas Nehring
Fakultät / Einrichtung: Naturwissenschaftliche Fakultät
Projektlaufzeit: 10.2025-09.2026
Kurzbeschreibung:
VirtU-net 360°– VR-Videovignetten für praxisnahes Lehren und Lernen in der Lehrkräftebildung
Die Beurteilung und Reflexion von Unterrichtsqualität steht im Zentrum der Lehrkräfteausbildung an der Leibniz Universität Hannover. Wesentlich ist die Fähigkeit, relevante Unterrichtssituationen wahrzunehmen und fundiert zu interpretieren, um das theoretische Wissen praxisnah anwenden zu können. Videovignetten spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie die Theorie-Praxis-Lücke im Lehramtsstudium überbrücken und die Relevanz universitärer Inhalte erhöhen.
Studien belegen, dass die professionelle Wahrnehmung von Unterricht ein Schlüssel zur Qualität und zum Lernerfolg ist. Besonders im Referendariat ist diese Kompetenz entscheidend, da sie kontinuierliche Verbesserungen ermöglicht.
„VirtU-net“: Videovignetten für die Lehrkräftebildung
Mit „VirtU-net“ bietet die Universität ein innovatives Portal für Videovignetten in Englisch und Chemie, bekannt und genutzt in ganz Deutschland. Es fördert eine phasenübergreifende Ausbildung, die Theorie und Praxis in Studium, Referendariat und Weiterbildung integriert. Das zugrunde liegende STAR-Modell unterstützt die transparente und praxisnahe Bewertung von Unterrichtsqualität.
Innovative Lernmöglichkeiten mit 360°-Videos
VirtU-net nutzt 360°-Videotechnologie in Virtual-Reality-Umgebungen, um Studierenden immersive und realistische Unterrichtserfahrungen zu bieten. Diese Technologie fördert sowohl die Wahrnehmung und Analyse komplexer Unterrichtssituationen als auch digitale Kompetenzen.
Nach erfolgreichen Pilotprojekten plant VirtU-net die Ausweitung mit weiteren VR-Videovignetten für Chemie. Parallel dazu werden Workshops angeboten, um diese Ansätze in der Lehrkräftebildung breiter zu diskutieren. Entdecken Sie die modernen Möglichkeiten der praxisorientierten Lehrkräftebildung mit VirtU-net!
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„Wie geht eigentlich Mitbestimmung? Ein inklusionsorientiertes Seminar“
Antragssteller*in: Silvia Pauldrach
Fakultät / Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: 10.2025-02.2026
Kurzbeschreibung:
Projekt „Wie geht eigentlich Mitbestimmung? Ein inklusionsorientiertes Seminar“
Das Projekt am Institut für Sonderpädagogik ermöglicht Lehramtsstudierenden bereits zu Studienbeginn praktische Erfahrungen in inklusivem Lernen und die Entwicklung reflektierter Kompetenzen. Aufbauend auf positiven Rückmeldungen wird das Seminar weiterentwickelt und auch für FüBA-Studierende geöffnet.
Das Seminar fördert praktische Erfahrungen in Inklusion und Mitbestimmung, um zukünftige Lehrkräfte auf die Herausforderungen inklusiver Bildung besser vorzubereiten, auch angesichts bildungspolitischer Entwicklungen.
Das Seminar kombiniert inklusive Sitzungen in einfacher Sprache mit theoretischen Reflexionseinheiten, um einen intensiven Theorie-Praxis-Transfer zu ermöglichen. Studierende lernen, ihre Erfahrungen theoriebasiert zu reflektieren und in die Praxis umzusetzen.
Die Seminargruppe umfasst 12 Studierende (8 Sonderpädagogik, 4 FüBA) und 8 Teilnehmende mit Behinderung, eingebunden durch eine Kooperation mit einer Tagesförderstätte in Hannover. Unterstützt durch Teamteaching und Gastvorträge, wie von Dr. Caren Keeley, wird eine partizipative Seminarkultur gefördert.
Eine kleine Seminargruppe ermöglicht es, individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen und ein inklusives Lernumfeld zu schaffen, wobei studentische Hilfskräfte die Sitzung begleiten.
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MULTIK - Mehrsprachiges Unterrichten mit Lerntechnologien und Künstlicher Intelligenz
Antragssteller*in: Dr. Ulrich Stitzinger
Fakultät / Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: 10.2025 – 03.2026
Kurzbeschreibung:
MULTIK - Mehrsprachiges Unterrichten mit Lerntechnologien und Künstlicher Intelligenz
Sprache ist zentral für schulisches Lernen und Bildungsteilhabe. Mit rund 25% mehrsprachigen Kindern bei Schuleintritt (Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung, 2024) und steigender sprachlicher Diversität, z.B. durch die Integration geflüchteter Kinder aus Syrien, Afghanistan, Irak und Ukraine, ist Mehrsprachigkeit im Unterricht essenziell. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung, dieser Vielfalt gerecht zu werden, was eine gezielte Anpassung der Lehrkräftebildung erfordert.
Das Projekt "MULTIK" zielt darauf ab, Lehr- und Lernkonzepte zu entwickeln, die Mehrsprachigkeit und modernste Technologien wie KI integrieren. KI-gestützte Tools und maschinelle Übersetzung helfen dabei, sprachliche Barrieren zu überwinden und Chancengleichheit zu fördern.
Zentral für die Implementierung des Projekts sind spezielle Seminare im fächerübergreifenden Bachelorstudiengang sowie im Bachelorstudiengang Technical Education. Diese thematisieren Inklusion, Bildungsgerechtigkeit und die digitale Transformation von Lernprozessen. Die Seminare, gestützt durch positive Lehrevaluationen, werden regelmäßig angeboten. Eine "KI-Toolbox", die während der Seminare erarbeitet wurde, wird permanent weiterentwickelt und in eine neue Blended Learning Plattform integriert.
Studierende entwickeln durch das Projekt fundiertes Wissen, praktische Fähigkeiten und eine reflektierte Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit und kultureller Vielfalt. Sie tragen aktiv zur Förderung von Bildungsgerechtigkeit und zur nachhaltigen Verankerung des Projekts in der schulischen Praxis bei. Das Projekt zeigt, wie innovative Lehransätze und technologiegestütztes Lernen gezielt zur Verbesserung der Lehrqualität beitragen können.
Sommersemester 2025
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STEP FORWARD 2.0
Antragssteller*in: Celina Diroll
Fakultät / Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: April 2025 - April 2026
Kurzbeschreibung:
Aufbauend auf dem im Rahmen von InnovationPlus geförderten Projekt STEP FORWARD (stufenbasiertes E-Learning-Programm für Forschungsmethoden und wissenschaftliches Arbeiten - digital, 01/23-12/24) zielt das hier beantragte Projekt STEP FORWARD 2.0 auf die Entwicklung und Erprobung von E-Learning-Modulen in ILIAS zur Stärkung der Kompetenzen von Lehramtsstudierenden in den miteinander verschränkten Bereichen des wissenschaftlichen Arbeitens und der Forschungsmethoden ab. STEP FORWARD 2.0 fokussiert eine umfassende Erweiterung des inhaltlichen Angebots der Lernmodule mit einer Expansion im Bereich grundlegender und spezifisch (sonder-)pädagogischer Forschungsmethoden.
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VOERkurs – Eine offene Bildungspraxis für chemiebezogene Vorkurse der Studieneingangsphase
Antragssteller*in: Henrik Fleischer
Fakultät / Einrichtung: Naturwissenschaftliche Fakultät
Projektlaufzeit: April 2025 - April 2026
Kurzbeschreibung:
Ziel dieses Antrages ist es die bisherige rechtlich beschränkt nachnutzbare, digitale
Kursstruktur der naturwissenschaftlichen Vorkurse weiterzuentwickeln und im Sinne
einer offenen Bildungspraxis das Lernangebot als Open Education Ressource (OER)
zu gestalten. Zur Unterstützung dieses Vorhabens werden Mittel für studentische
Hilfskräfte beantragt.
Um der zum Teil sehr hohen Studienabbruchquote der naturwissenschaftlichen
Studiengänge zu begegnen, bietet die Naturwissenschaftliche Fakultät für
Studienanfänger*innen Vorkurse zu mathematischen und chemischen Grundlagen an.
Zur Vorbereitung auf das WiSe 2024/2025 wurden erstmals verpflichtende
Lernangebote für die Bachelor-Studiengänge Chemie, Biochemie und den
fächerübergreifender Bachelor Chemie in Form eines Einführungsmoduls angeboten.
Das verpflichtende Angebot unterstreicht die Relevanz der Vorkurse und deren Inhalte
als freiwillige Lernangebote für andere Fächer und als Orientierung und Vorbereitung
auf das Studium. Daher sollen die Integrierten Vorkurse sowie das Einführungsmodul
inhaltlich auch für anderen naturwissenschaftlichen Studiengänge wie der Biologie und
Lebensmittelwissenschaft geöffnet werden. Dadurch wird gewährleistet, dass die
Studierenden beim Absolvieren der Vorkurse bereits einen Eindruck darüber erhalten,
welche chemischen und mathematischen Fragestellungen in einem
Anwendungskontext von besonderer Relevanz sind. Ein Lösungsweg ist es, die
Integrierten Vorkurse sowie das Einführungsmodul von bisherigen geschlossenen
Nutzungsrechten auf offene OER-Lizenzen zu erweitern, sodass die webbasierten
Inhalte im Lernmanagement ILIAS für die Studierenden über die Vorkursdauer hinaus
frei nutzbar und fakultäts- und fächerübergreifend, verwendet und bedarfsgerecht
angepasst werden können. -
Sprachbildung im naturwissenschaftlichen Unterricht stärken
Antragssteller*in: Elena Klaric, Dr. Heidi Seifert
Fakultät/Einrichtung: Naturwissenschaftliche Fakultät/ Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: März 2025 - Oktober 2025
Kurzbeschreibung:
Das geplante fakultäts- und fachübergreifende kooperative Lehrprojekt (IDN und
Deutsches Seminar) soll im Rahmen einer Pilotierung die Konzeption, Durchführung
und Evaluation eines Schlüsselkompetenz-Seminarangebots zur Sprachbildung
im naturwissenschaftlichen Unterricht (nachfolgend kurz: NaWi) umfassen und den
Studierenden der LUH damit erstmalig ein fachspezifisches Lehrangebot zum
sprachsensiblen Unterrichten eröffnen. Das Angebot reagiert damit zugleich auf das
im Wintersemester 2022/23 von der Studienkommission der LSE formulierte Deside-
rat, die Angebote in den Schlüsselkompetenzen stärker lehramtsspezifisch zu profilie-
ren. -
MULTIK – Mehrsprachiges Unterrichten mit Lerntechnologien und Künstlicher Intelligenz
Antragssteller*in: Dr. phil. Ulrich Stitzinger
Fakultät/Einrichtung: Philosophische Fakultät
Projektlaufzeit: April 2025 - September 2025
Kurzbeschreibung:
Ziel ist es, Lehr- und Lernkonzepte zu entwickeln, welche die Herausforderungen und Potenziale der Mehrsprachigkeit mit den Möglichkeiten moderner Technologienverknüpfen. Dazu gehören die Unterstützung bei der Erstellung mehrsprachiger Lernmaterialien, die automatisierte Analyse sprachlicher Fortschritte und die Förderung individueller Sprachkompetenzen (Meurers et al., 2019). Zur nachhaltigen Umsetzung sollen spezielle Seminare in der Lehrerbildung angeboten werden. Diese sind im fächerübergreifenden Bachelorstudiengang (Professionalisierungsbereich, schulischer Schwerpunkt, Schlüsselkompetenzen Bereich B) sowie im Bachelorstudiengang Technical Education (Schlüsselkompetenzen Bereich C) vorgesehen. Die Seminare bereiten Studierende darauf vor, in ihrer späteren Lehrpraxis sprachlich-kulturelle Diversität zu berücksichtigen und digitale, KI-gestützte Hilfsmittel effektiv einzusetzen. Dabei sollen angehende Lehrkräfte dazu befähigt werden, ihre eigenen sprachlichen und kulturellen Lücken zu füllen und ihre Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit und Interkulturalität zu reflektieren. Zusätzlich soll das Potenzial von Herkunftssprachen, die Schüler:innen mitbringen, im Unterricht nutzbargemacht werden. Das Projekt vereint Theorie und Praxis, um die Lehr- und Studienqualität in fächerübergreifenden, sprachlich vielfältigen Kontexten zu fördern.
Anträge und Verwendungsnachweise können gerichtet werden an: sqmi@lse.uni-hannover.de