Praxisphasen entwickeln – mit Qualitätsstandards in die Schule

Schaubild zum Leibniz-Prinzip, in dem das Handlungsfeld 3 hervorgehoben ist Schaubild zum Leibniz-Prinzip, in dem das Handlungsfeld 3 hervorgehoben ist Schaubild zum Leibniz-Prinzip, in dem das Handlungsfeld 3 hervorgehoben ist

Leitung: Prof. Dr. Katharina Müller; Koordination: Alexandra Krüger

Im Handlungsfeld 3 werden die folgenden vier Arbeitspakete durchgeführt:

  1. Inhaltliche Neuausrichtung der Praktika: inhaltliche Fokussierung auf Heterogenität, Inklusion und Leistung; Bildung von Tandems oder Kleingruppen zur Vorbereitung und Reflexion von Praktika
  2. Erarbeitung und Implementation fachbezogener Studien- u. Praxistage: zum Austausch von Lehrenden und Lernenden aus Hochschule, Schule und Studienseminar; Entwicklung digitaler Formate für die Dissemination
  3. Erarbeitung und Implementation des Mentorenprogramms: Aufbau des Programms in standardisierter und evidenzbasierter Form, gemeinsam mit Schulen und Studienseminaren
  4. Einrichtung von Leibniz School Connect: zur zentral organisierten Platzvergabe von Praktikumsplätzen in BA- und später MA-Studiengängen; Vermittlung von Auslandsschulpraktika; Aufbau Kooperations- und Vernetzungsstrukturen über alle drei Phasen der Lehrkräftebildung
  • Prof. Dr. Andreas Wernet & Dr. Julia Labede, Institut für Erziehungswissenschaft

    Gemeinsam ins erste Schulpraktikum? Studierende mit unterschiedlichem Lehramtswunsch im Tandempraktikum

    Dr. Julia Labede und Tjark Neugebauer

    Mit Blick auf die gesteigerten Anforderungen an berufsfeld- und lehramtsübergreifende Kooperation in einer inklusiv gestalteten Schule wird in der Bachelorphase ein kooperatives Schulpraktikum angeboten, in dem Studierende des sonderpädagogischen und des gymnasialen Lehramts jeweils ein Tandem bilden. Im Zentrum des gemeinsamen Schulpraktikums, das durch das Institut für Sonderpädagogik und das Institut für Erziehungswissenschaft seminaristisch gerahmt wird, steht die Beobachtung und fallorientierte Reflexion inklusiven Unterrichts und kooperativer pädagogischer Praktiken.

     

    Konstruktionen und Beobachtungen von kooperativer Praxis – Eine fallrekonstruktive Studie

    Dr. Julia Labede

    Das Lehrforschungsprojekt wird wissenschaftlich begleitet. In Gruppendiskussionen (tandembezogen und tandemübergreifend) wird nach den Erwartungen an und Erfahrungen mit kooperativer Praxis im universitären Praktikum und der Schule gefragt. Fallrekonstruktiv herausgearbeitet werden pädagogische Handlungsmotive, Deutungsmuster und lehramtsspezifische Dispositionen, die eine Anbahnung von Kooperation sowohl ermöglichen als auch behindern können.

  • Prof. Dr. Christiane Meyer & Sabine Vogelsang, Institut für Didaktik der Naturwissenschaften

    Emotionale Zugänge und reflexive Methoden im Kontext transformativer Bildung

    Sabine Vogelsang

    Das Promotionsvorhaben widmet sich der empirischen Erfassung der Perspektiven von Erdkundelehrkräften auf reflexive Methoden unter besonderer Berücksichtigung emotionaler Zugänge und körperlicher Erfahrungen. Diesen wird einerseits ein besonderes Potenzial im Kontext transfor­mativer Bildung zugewiesen, andererseits liegt hierzu ein geographiedidaktisches Forschungsdesiderat vor. Das Ziel des Projekts besteht darin, Erdkundelehrkräften über einen bestimmten Zeitraum emotionale Zugänge und reflexive Methoden erfahrbar zu machen, um daraufhin gemeinsam zu eruieren, inwiefern diese im schulischen Alltag kontext- und fachbezogen angewandt werden können und sich im Rahmen des transformativen Bildungsansatzes als adäquat erweisen. Hierfür gilt es, u.a. dienliche Rahmenbedingungen und Grundhaltungen zu ermitteln.

     

    Weitere themenrelevante Projekte im Fachgebiet Didaktik der Geographie (Prof. Dr. Christiane Meyer)

    Subjektive Theorien von Geographielehrkräften zur Textil- und Bekleidungsindustrie ­– Perspektiven auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kontext einer „Großen Transformation"

    Prof. Dr. Christiane Meyer & Stephanie Mittrach

  • Prof. Dr. Katharina Müller & Bettina Gautel, Institut für Erziehungswissenschaft

    Mentor:in@LUH – Ein Professionalisierungsangebot für Mentor:innen im Allgemeinen Schulpraktikum

    Prof. Dr. Katharina Müller & Bettina Gautel

    Mentor:innen tragen entscheidend zur Professionalisierung der Lehramtsstudierenden bei. Die Studierenden profitieren sehr von der Möglichkeit, schulische und unterrichtliche Lernumgebungen aus der Sicht von Expert:innen kennen zu lernen. Eine zentrale Rolle spielt beim Mentoring der gemeinsame Blick auf Unterricht. „Mentor:in@LUH“ möchte die Mentor:innen mit den damit verbundenen Tätigkeiten, z. B. der Unterrichtsvor- und nachbesprechung unterstützen.

    Die Veranstaltung ist als hybrides Angebot konzipiert, bestehend aus vier online Lernmodulen sowie einem Treffen in Präsenz, um die Inhalte der online Lernmodule mit praktischen Übungen zu verknüpfen.

  • Prof. Dr. Andrea Rössler & Helene Pachale, Romanisches Seminar

    Praxisphasen entwickeln - mit Qualitätsstandards in die Schule

    Prof. Dr. Andrea Rössler & Helene Pachale

    Im Rahmen der Neuausrichtung des Fachpraktikums im Master of Education für das Fach Spanisch steht die Ausbildung fachdidaktischer Kompetenzen ebenso im Fokus wie die Stärkung der Bereitschaft zur kollegialen Kooperation. Um die Bedeutung von Kooperation nicht nur zu betonen, sondern auch zu leben und für alle Beteiligten sichtbar zu machen, werden die Mentor*innen aus den Schulen in den Reformprozess integriert und an der Weiterentwicklung des Moduls beteiligt. Zudem wird ein Kooperationsschulnetzwerk aufgebaut, das langfristig eine verlässliche Praktikumsplatzvergabe sowie eine institutionell abgestimmte Begleitung der Studierenden ermöglicht. Ein weiterer Schwerpunkt im Sinne der Kooperation liegt auf ko-konstruktiven Prozessen. Die Studierenden absolvieren des Fachpraktikum im Tandem, um auf diese Weise kooperatives Lehren und Lernen zu erproben und sich gegenseitig bei der Vorbereitung, Durchführung und Reflexion von Unterricht zu unterstützen. Diese Neuerung kommt bereits im auf das Fachpraktikum vorbereitenden Seminar zum Tragen und wird insbesondere während des Praktikums durch die Mentor*innen sowie die Dozierenden der Universität unterstützt.

    Ein weiterer Baustein im Rahmen des Projektes „Leibniz-Prinzip“ ist die Konzipierung und Durchführung von Studien- und Praxistagen, mit dem Ziel, die Verzahnung der Phasen der Lehrer*innenbildung sowie den Wissenschaftstransfer zu stärken.

  • Prof. Dr. Sandra Günter & Alisa Schafferschik, Institut für Sportwissenschaft

    Macht – Schule – Differenz? Eine praxistheoretische Untersuchung von Differenzkonstruktionen im Sportunterricht

    Alisa Schafferschik

    Das Promotionsprojekt in der Sportsoziologie untersucht aus praxeologischer und sozialkonstruktivistischer Perspektive die kollektiven Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster von Lehrkräften im Sportunterricht. Dabei stehen die sozialen Praktiken im Vordergrund, die Differenzen zwischen den Schüler*innen (re-)produzieren und reifizieren. Das Projekt verfolgt ein trianguliertes ethnographisches Vorgehen.

    Im Sinne der Förderung von Reflexiver Handlungsfähigkeit von Lehrkräften sollen durch die Forschung Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster von Lehrkräften im Sportunterricht analysiert werden. Diese können darauf aufbauend in Lehrveranstaltungen des Lehramtsstudiums eingesetzt werden, um eine kritische Reflexion über die eigenen Praktiken anzuregen.

Ausgewählte, projekt- und themenbezogene Publikationen

Kräling, K./Pachale, H./Wieland, K. (2020). Diversitätssensibler Spanischunterricht. Der fremdsprachliche Unterricht Spanisch 18/2020/69: 2-9.

Labede, J. & Neugebauer, T. (2020). Praxis studieren – Praxis reflektieren: Anmerkungen zu Problemen und Potentialen von Fallarbeit im ersten Schulpraktikum. Falltiefen, 6: 83–89.

Meyer, C. (2019). Denn sie tun, was sie wissen! Integrale Theorie und Werte-Bildung für eine gesellschaftliche Transformation. transfer Forschung <> Schule, 5: 40-58.

Meyer, C. & Eberth, A. (2018). Reflexive Methoden zur Bewusstseinsbildung für den Klimawandel im Geographieunterricht. In C. Meyer, A. Eberth & B. Warner (Hrsg.), Diercke Klimawandel im Geographieunterricht. Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Entwicklung (S. 31-45). Braunschweig: Westermann.

Mittrach, S. & Meyer, C. (2020). Subjektive Theorien von Geographielehrkräften zur gesellschaftlichen Transformation – zum Potenzial der textilen Kette für eine „Transformative Literacy“. In: M. Hemmer, A. Lindau, C. Peter, M. Rawohl & G. Schrüfer (Hrsg.), Lehrerprofessionalität und Lehrerbildung im Fach Geographie im Fokus von Theorie, Empirie und Praxis. Ausgewählte Tagungsbeiträge zum HGD-Symposium 2018 in Münster (= Geographiedidaktische Forschungen, Bd. 71) (S. 263-276). Nürnberg.

Pachale, H. (2021): Auf dem Weg zu einer universitären diversitätssensiblen (Fremdsprachen-)Lehrer*innenbildung - Theoretische Annäherung und konzeptionelle Überlegungen. In: Blell, Gabriele/Oldendörp, Jana (Hrsg.): Diversität im Fokus fachdidaktischer und sonderpädagogischer Perspektiven. Inklusiven Englischunterricht planen (lernen) (S. 57-78). Berlin u. a.: Peter Lang.